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Die Kaffeedomantie, das
Wahrsagen aus Kaffeesatz, hat ihre Wurzeln im 17. Jahrhundert, als der
Wahrsager Thomas Tomponelli aus Florenz darüber ein Buch schrieb. Kaffeesatz
als Mittel zum Wahrsagen wurde auch von der französischen Wahrsagerin
Mademoiselle Lenormand benutzt. Das Wahrsagen aus Teeblättern, die
Tasseographie, ist schon in alter Zeit von den Wahrsagern der Chinesen
vorgenommen worden, wo es sich aus der Geomantik entwickelt zu haben
scheint. Es brachte später in die englischsprachigen Länder ein wenig
Spannung in das Teatime-Ritual.
Beide Orakel waren bis in die siebziger Jahre auch in Deutschland sehr
populär, haben aber mit dem Aufkommen von Pulverkaffee und Teebeutel und dem
Siegeszug des mittlerweile auch in vielen Supermärkten erhältlichen Tarot an
Bedeutung verloren.
Es gibt zwei Vorgehensweisen.
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Geben Sie den
Kaffeesatz oder die Teeblätter aus der Kanne in eine grosse weisse
Porzellantasse. Schütteln Sie den Inhalt gut durch, bis die Blätter oder
der Satz haften und sich Figuren bilden. Schütten Sie lose Teile weg.
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Der Kaffee oder der
Tee wird in der Tasse der, des Fragenden zubereitet und vorsichtig
getrunken. Die Tasse mit den Kaffeesatz- oder Teeresten wird
geschüttelt, ein eventueller Rest an Flüssigkeit wird abgegossen. Die
Tasse wird mit dem Henkel zur Deuterin, zum Deuter gestellt. (Besonders
plastische Bilder erhält man, wenn man den Tee aus verschiedenfarbigen
Früchten und Kräutern zubereitet.)
Es gelten folgende
Interpretationsgrundsätze:
Figuren links vom Henkel zeigen Vergangenes an.
Figuren rechts vom Henkel zeigen Zukünftiges an.
Figuren, die sich nahe am Rand befinden, zeigen Ereignisse in der Gegenwart
an.
Welche Zeit Sie Figuren zuordnen, die am Boden der Tasse erscheinen, bleibt
Ihrem Gespür überlassen.
Der Abstand der Figuren vom Henkel gibt ein Mass der Zeit, ob das Ereignis
schon nahe oder noch weit weg ist.
Es sollen nur Figuren interpretiert werden, die deutlich zu erkennen sind.
Steht ein Symbol auf dem Kopf, bedeutet es das Gegenteil, z. B. zeigt ein
Dreieck, das auf dem Kopf steht, Unheil an.
Sind mehrere Figuren zu erkennen, sollte man versuchen, sie in eine
Geschichte zu integrieren.
Ansonsten gilt: Erfahrungen sammeln. Übung macht den Meister! Und: Wenn Sie
sich nicht unglücklich machen wollen, dann deuten Sie niemals einem Ehepaar
gemeinsam die Zukunft!
Häufig vorkommende Figuren werden im Allgemeinen mit folgenden
Grundbedeutungen verbunden: |