Studienlehrgang über Träume und Traumdeutung
 
Web sphinx-suche.de
Moviestreaming, filmdownloads etc..  Bücher
Weissagungen, Visionen, Prophezeiungen, Orakel
AB   CDEF   GHIJ   KLM   NOPQR  S   TUVWXYZ
 

Rasputin

Schon als Kind traten bei ihm Momente der Hellsichtigkeit auf. Er war beim Spiel in den eiskalten Fluss gefallen und hatte mit einer Lungenentzündung gegen den Tod angekämpft. Mit der Genesung sei das »Zweite Gesicht« gekommen.
Grigorij Jefimowitsch Rasputin wurde nach neuesten Erkenntnissen am 10. Januar 1869 als Bauernsohn im tiefen Sibirien geboren. Mit jungen Jahren lebte er zeitweise bei Einsiedler- und Wandermönchen. Er kehrte aber immer wieder in sein Dorf zurück, heiratete dort und zeugte im Laufe der Zeit vier Kinder. Trotzdem eilte bald auch ihm der Ruf eines heiligen »Gottesmannes« und Gesundbeters voraus. Zeitgenossen beschrieben ihn als von Wind und Wetter gegerbt, ungepflegt, mit grosser Nase, sinnlichen Lippen, langem Bart und seltsam fesselnden Augen. Das Haar trug er in der Mitte gescheitelt und so gekämmt, dass es eine hässliche Beule auf der Stirn ver deckte, die dem Ansatz eines Hornes glich.
1903 traf er auf seinen unsteten Wanderungen in St. Petersburg ein. Trotz seiner eher abstossenden Erscheinung fand er Eingang in die besten Salons der Gesellschaft. Als Wunderheiler und Prophet sorgte er rasch für Stadtgespräch, habe er doch ungehemmte sexuelle Ausschweifungen gepflegt und propagiert. Er stand vermutlich der schwärmerischen Sekte der Chlysten nahe, die mit durchaus schlüssiger Konsequenz nach der nur dem würden die Sünden vergeben, der sie auch vorher begehe. 1906 wurde er dem Hof vorgestellt. Von da an schuf er sich bei Zar Nikolaus II. und seiner bigotten Gemahlin für ein Jahrzehnt eine wachsende Vertrauensstellung. Nicht einmal Rasputins ausschweifender Lebenswandel und immer neue Skandale konnten diese schmälern.
Auf eine eigene stark suggestiv oder hypnotische Weise wirkte er auf den zweijährigen Thronfolger Alexej gesundheitsfördernd, der an der Bluterkrankheit litt. So geriet die Zarenfamilie in ein fast magisches Abhängigkeitsverhältnis. Rasputin griff bald selbst in politischen Fragen ein. Vielleicht suchte der Zar auch verstärkt seinen Rat. Für die einen war der Heiler dabei ein Seher und Magus, der seinen positiven Einfluss geltend machte und den Zaren u.a. von einem Hegemonialkrieg auf dem Balkan abgehalten habe. Rasputins Gegner etikettierten ihn zum Dämon, zum »dunklen Genius Russlands«. Eine solch »moralisch verkommene Abenteurergestalt«, hätte nur dank der Unfähigkeit des Zaren und der »inneren Morschheit« des Systems so lange an einflussreicher Stelle des Reiches wirken können. Im Dezember 1916 ermordeten ihn Angehörige rechtsstehender monarchistischer Kreise. Sie behaupteten, damit Krone und Land vor einem »deutschen Agenten« zu retten. Der dramatische Ablauf - sie benötigten bei diesem ungewöhnlichen Mann eine Dreifachtötung - wäre eines Romans von Dostojewskij würdig gewesen. Im frühen Morgengrauen warfen die Täter seine Leiche in ein Eisloch der Newa.
Nach Rasputins Tod machte Zarin Alexandra den Innenminister Protopopow zu ihrem Medium. Zusammen traten sie mit dem vermeintlichen Geist des Ermordeten in Kontakt und holten die weiteren Verlautbarungen nun aus dem Jenseits.
Während seine Heilerfolge vielfach, auch wissenschaftlich, untersucht und anerkannt wurden, die mitunter an Praktiken sibirischer Schamanen erinnerten, bleiben seine prophetischen Fähigkeiten. Viele Ahnungen und Voraussagen politischer Natur basierten sicherlich auf den angeheizten Ge sprächen in den Salons der Adligen oder spiegelten nur die brodelnd revolutionäre Stimmung der Strasse. Und um den eigenen nicht natürlichen Tod vorauszusagen, bedurfte es dank seines exzessiven Lebens und nach bereits einigen gescheiterten Attentatsversuchen nicht unbedingt der Beihilfe aus dem Überbewusstsein.
Doch im Jahr seines Todes hatte Rasputin für die Nachwelt nieder geschrieben: Würde er von Bauern getötet, so bliebe Russland eine blühende Monarchie für weitere hundert Jahre. Würde er jedoch von den Adeligen getötet, dann müssten der Zar und seine Familie innerhalb von zwei Jahren sterben.
Die Verschwörer um Prinz Jussopow und den Zarenneffen Dimitrij liessen nur die zweite Variante zu. In der Nacht vom 16. und 17. Dezember 1918, siebzehn Monate nach dem Tode ihres geheimnisumwobenen Beraters, starb die Zarenfamilie unter den Schüssen eines revolutionären Erschiessungskommandos.

 

 

 

weitere ausgezeichnete Bücher, Videos, DVDs, Spiele

 

Hauptseite

Studienlehrgang über Träume und Traumdeutung

Beste Bücher online einkaufen

Beste Internetadressen   Multimedia   Kunst   Zukunftsdeutung & Astrologie   Esoterik & New Age   Traumdeutung

Magie & Märchen & Mystik   Grenzwissenschaften   Hexenwesen   Dunkles im Netz   Parapsychologie & Okkultismus etc.

         Religion & Spiritualität   Alte Kulturen   UFO`s & Phänomene   Meditation, Licht, Fortleben

Heilmethoden, -therapien, Wellness   Aus-, Weiterbildung & Organisationen

Esoterisch-spirituelle Lexika   Lexikon der Parapsychologie   Lexikon der Esoterik