Studienlehrgang über Träume und Traumdeutung
 
Web sphinx-suche.de
Moviestreaming, filmdownloads etc..  Bücher
Weissagungen, Visionen, Prophezeiungen, Orakel
AB   CDEF   GHIJ   KLM   NOPQR  S   TUVWXYZ
 

Physiognomie und Metoposkopie

In Rabelais' »Gargantua und Pantagruel« besucht der Held Panurg Herrn Tritta, Agrippa von Nettesheim. Der blickt Panurg scharf an und vermeldet ohne Umschweife: »Du hast die Metoposkopie (Wahrsagung aus der Stirnbildung) und Physiognomie eines Hahnreis, eines ganz infamen ausgemachten Hahnreis!«
Die als Pseudowissenschaft abgewertete Physiognomik, die davon ausging, dass Gestirnseinflüsse bei der Geburt auch das Aussehen des Menschen prägen, begegnet uns ansatzweise bereits im Altertum. Aristoteles (384-322 vor Christus) soll die erste systematische Erfassung solcher Regularien veröffentlicht haben. Liess man solche Einflüsse gelten, konnte man auch den Umkehrschluss ziehen, also vom Aussehen des Menschen auf seinen Charakter schliessen. Makrokosmos und Mikrokosmos wurden in Analogie gesetzt, Tierkreiszeichen und Planeten bestimmten Körperregionen zugeordnet. Bereits die Ägypter haben das rechte Auge der männlichen Sonne zugewiesen, das linke dem weiblichen Mond. Das Mittelalter folgerte daraus, dass der Same des rechten Hoden Knaben hervorbringe, der des linken Hoden Mädchen. Gar nicht so abwegig, liest man doch heutzutage, dass bei Hormonstörungen des Mannes die Verweiblichung auf der linken Körperhälfte, die Vermännlichung der Frau auf der rechten beginne. Auch die Physiognomik beruhte auf genauer Beobachtung, aber leider wohl auf falschen Schlussfolgerungen. Der Schweizer Theologe und Philosoph Johann Kaspar Lavater vermochte mit seinen diesbezüglichen Forschungen und kühnen Vergleichen noch das ausgehende 18. Jahrhundert in Aufregung zu versetzen. Im Nachhinein erwiesen sie sich als weitgehend haltlos.
Der italienische Universalgelehrte, Arzt, Physiker, Mathematiker und Astrologe Girolamo Cardano (1501-1576) gilt als Begründer der europäischen Metoposkopie. Anhänger der Lehre glaubten, aus den Linien der Stirn und den Hautmerkmalen Charakter und Zukunft des Menschen ermitteln zu können. Die Ergebnisse seiner Studien, die er aus Beobachtungen von Hunderten von Personen gewonnen hatte, veröffentlichte er 1658 als »Metoposcopia«.
Cardano hatte die Stirn zwischen Brauen und Haaransatz in sieben Bereiche aufgeteilt und den sieben alten Planeten zugeordnet. Deren Einflüsse prägten die Anlagen des Menschen. Danach zeigten lange, durchgezogene, waagerechte Stirnlinien eine geradlinig ehrliche Persönlichkeit an. Gekreuzte Linien deuteten auf Unehrlichkeit, kurze senkrechte Linien auf Wankelmütigkeit und kurze Diagonallinien auf Durchsetzungsvermögen hin. Wellige Linien verrieten Unstetheit, eine s-förmige Querlinie Machthunger, drei parallel verlaufende und sanft geschwungene S-Linien eine liebevolle, grosszügige und ausgeglichene Natur. Dazwischen gab es zahlreiche feine Abstufungen. Etwa 800 Holzschnitte in der »Metoposcopia« veranschaulichten die Vielfalt menschlicher Charaktere.

 

 

 

weitere ausgezeichnete Bücher, Videos, DVDs, Spiele

 

Hauptseite

Studienlehrgang über Träume und Traumdeutung

Beste Bücher online einkaufen

Beste Internetadressen   Multimedia   Kunst   Zukunftsdeutung & Astrologie   Esoterik & New Age   Traumdeutung

Magie & Märchen & Mystik   Grenzwissenschaften   Hexenwesen   Dunkles im Netz   Parapsychologie & Okkultismus etc.

         Religion & Spiritualität   Alte Kulturen   UFO`s & Phänomene   Meditation, Licht, Fortleben

Heilmethoden, -therapien, Wellness   Aus-, Weiterbildung & Organisationen

Esoterisch-spirituelle Lexika   Lexikon der Parapsychologie   Lexikon der Esoterik