Studienlehrgang über Träume und Traumdeutung
 
Web sphinx-suche.de
Moviestreaming, filmdownloads etc..  Bücher
Weissagungen, Visionen, Prophezeiungen, Orakel
AB   CDEF   GHIJ   KLM   NOPQR  S   TUVWXYZ
 

Omen

Für das Jahr 169 vor Christus meldete der römische Schriftsteller Livius folgende Vorzeichen: »Ein Komet erschien am Himmel, und eine Kuh sprach ... In Miturnae erglühte an eben diesem Tag der Himmel wie im Feuer. In Reate regnete es Steine. In Cumae weinte die Statue des Apollon drei Tage und drei Nächte lang. In Rom meldeten zwei Tempelwächter Vorzeichen, der eine dass im Tempel der Fortuna von vielen Leuten eine Schlange mit einem Kamm gesehen worden war, der andere, dass im Vorhof des Tempels der Fortuna Primigenia eine Palme aufwuchs und dass es während des Tages Blut geregnet habe.«
Omen, im Lateinischen »vorbedeutende Zeichen«, stehen für alle Vorgänge, durch die ein in der Zukunft oder auch in der Gegenwart liegendes Geschehnis und sein Ablauf vorbedeutet werden. In aller Regel erscheinen sie ungefragt. Wer aber schickt sie? Hier standen meist Gott und seine Engelmiliz unter Verdacht. Ebenso häufig schien die Welt der Dämonen in Frage zu kommen, die der Ahnen oder »ungeahnter« Mächte. Heute würde man von Seelenkräften sprechen, die individuell und kollektiv mitunter erstaunliche Phänomene auslösen können oder einfach nur unser Bewusstsein warnend auf etwas lenken, das ansonsten wenig bis gar nichts mit uns zu tun haben mag. Auch karmische Zusammenhänge seien als Verursacher im Spiel. Es liegt aber immer in unserer Eigenverantwortung, ob wir einen Vorgang oder Fakt als Omen erkennen und werten wollen. Und leicht werden wir Opfer von Befürchtungen oder Wünschen. Angst als starke emotionale Energie produziert nicht nur düstere Vorahnungen, sondern schafft sogar Erfüllung von dem, wovor man sich ängstigt. Umgekehrt schauen manche Menschen durch »rosarote Brillen«, konzentrieren sich nur auf positive Zeichen und ziehen Positives an - ein entschieden freudvolleres Dasein. Doch Scheuklappen verhindern immer den Rundumblick und damit die Sicht auf die wahre Ordnung aller Dinge.
Werden Vorzeichen gesucht, spricht man vom Augurium, zu denen im Altertum und in der Antike vor allem die Vogelschau gehörte. Aber ebenso astronomische, astrologische oder meteorologische Omen, deren Deutungen schon die Assyrer zur Zeit ihres Königs Assurbanipal (668-626 vor Christus ) in einem umfangreichen Werk gesammelt hatten.
Im Volksaberglauben konnte als unfreiwilliges Omen schliesslich fast alles gelten, was der natürlichen Ordnung zu widersprechen schien. Die Palette reichte von ungewöhnlichen Geräuschen, unwillkürlichem Niesen oder Jucken über seltsame Begebenheiten, Treffen, Kometen bis hin zu unerhörten Naturkatastrophen.
Wer vor einer heiklen oder existenziellen Entscheidung steht, kann um ein Omen bitten. Doch dann bitte man gleich mit um Geduld, nicht zu verzagen, um Wachsamkeit, es zu finden, und um Verständnis, es vernünftig zu interpretieren. Proklos schrieb, das Herz eines Maulwurfs, roh gegessen, trage schon sehr zum Verständnis der Vorbedeutungen bei. Aber vielleicht geht's auch so, ohne ein armes Tier zu opfern.

 

 

 

weitere ausgezeichnete Bücher, Videos, DVDs, Spiele

 

Hauptseite

Studienlehrgang über Träume und Traumdeutung

Beste Bücher online einkaufen

Beste Internetadressen   Multimedia   Kunst   Zukunftsdeutung & Astrologie   Esoterik & New Age   Traumdeutung

Magie & Märchen & Mystik   Grenzwissenschaften   Hexenwesen   Dunkles im Netz   Parapsychologie & Okkultismus etc.

         Religion & Spiritualität   Alte Kulturen   UFO`s & Phänomene   Meditation, Licht, Fortleben

Heilmethoden, -therapien, Wellness   Aus-, Weiterbildung & Organisationen

Esoterisch-spirituelle Lexika   Lexikon der Parapsychologie   Lexikon der Esoterik