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Offenbarung des Johannes |
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Das letzte Buch des Neuen
Testaments, bekannt als »Johannesapokalypse« oder »Geheime Offenbarung«,
blieb für die Interpreten immer ein »Buch mit sieben Siegeln«. Im Prolog
erklärt der Autor, hinter dem sich vermutlich der Apostel Johannes verbirgt,
dass er in einer Vision den Befehl erhielt, dieses Buch zu schreiben.
Johannes lässt das »reine Lamm« diese sieben Siegel öffnen, das
Schicksalsbuch der Welt- und Menschheitsgeschichte mit den verborgenen
letzten Dingen. Das sechste Siegel löst gewaltige Katastrophen aus, die
ähnlich von den hebräischen Propheten vorhergesagt waren und die Ankunft des
Messias ankündigen. Mit Öffnung des letzten Siegels erklingen sieben
himmlische Posaunen, und alle Schleusen kosmischer und dämonischer Schrecken
brechen auf. Dann aber, als diese scheinbaren Strafgerichte Gottes vorüber
sind, schaut der Seher einen »neuen Himmel« und eine »neue Erde«. Vom Himmel
herab steigt das »neue Jerusalem«, geschmückt wie eine Braut, die auf ihren
Bräutigam wartet, und Gott nimmt selber Wohnung bei und in den Menschen. |
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