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Nornen |
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Die drei Nornen oder drei
heiligen Frauen der germanischen Mythologie sind eng verwandt mit den
römischen drei Parzen, den griechischen drei Moiren, den drei Grazien als
vornehme Variante und den drei Graien, die mit grau und Grausen zu tun
haben. Sie vertreten die zyklischen Aspekte der Grossen Mutter Natur.
Altnordische Sagas vermelden, die Nornen seien älter als die Götter und
entstammten der Familie der Riesen (ursprüngliche, undifferenzierte
Naturkräfte). Urd, Werdandi und Skuld hiessen sie, die Gewordene, die
Werdende und die Zukünftige. Sie wussten, was leben und sterben, was
aussortiert und in den Stoff eingewoben werden soll, geboten über Sein und
Nichtsein. Die erste spann den Lebensfaden, die zweite bemass ihn, die
dritte - meist schwarz oder schwarz-weiss dargestellt - schnitt ihn ab und
teilte ihn zu. Vielleicht hängt der Begriff Nornen mit dem altdeutschen
snerhan = binden zusammen; denn sie banden und lösten. Selbst die
christliche Maria sitzt gelegentlich vor der Spindel. Frau Holle, die alte
Patronin der Spinnerinnen, wird manchmal mit Urd gleichgesetzt. |
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