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An der Nase des Mannes,
erkennt man den Johannes«, dichtet der frivole Volksmund. Zumindest lässt
sich einiges andere an der Nase erkennen: Paracelsus betonte, eine spitze
Nase sei Ausdruck eines listigen, spöttischen Menschen, die Stumpfnase
Ausdruck eines bösen, falschen, unkeuschen, lügenhaften und wankelmütigen.
Die lange nach unten gebogene Nase, ein gutes Zeichen, kennzeichne einen
strengen, weisen, verschlossenen, aber barmherzigen Zeitgenossen.
Eine niedrige platte Nase signalisiere hexischen oder Gorgonen-Charakter,
weiss das Volk, eine gebogene lasse den Freigebigen erkennen, den
Hochherzigen, Beredten und Stolzen. Und die grosse Gurke deute darauf, dass
derjenige »bei der Naturausteilung« nicht zu kurz gekommen sei. Tatsächlich
weist die Grösse der Nase auf einen starken Menschen, der mit Willenskraft
einiges erreichen kann. Nach dem antiken griechischen Dichter Apuleius sind
grosse Nasen ohnehin besser als kleine. Denn die kleinen gehörten oft
»knechtseligen Geistern, Dieben und Deserteuren«. Eiserne Nasen gehören zu
Göttern.
Die moderne Nasenforschung differenziert stärker bei ihren Zuweisungen:
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Lange Nase
Konsequenz, Umsichtigkeit, Kontrolliertheit, Unflexibilität,
konservative Grundhaltung
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Schmale,
Arroganz, Stolz, Intoleranz, knochige Nase Hyperkritik, Schönheit
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Kurze Nase
Optimismus, Geselligkeit, Anspruchslosigkeit, Aufgeschlossenheit,
Oberflächlichkeit
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Hakennase
Sinnlichkeit, Genusssucht, Geschäftstüchtigkeit, Willensstärke, Ehrgeiz,
manchmal sogar Verschlagenheit
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Gerade Nase
Ehrlichkeit, Toleranz, Vertrauenswürdigkeit, Unnachgiebigkeit
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Stumpfnase
Besonnenheit, Selbstlosigkeit, praktischer Sinn, Vernunft, Loyalität
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Spitznase
Unnachgiebigkeit, Bösartigkeit
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Stupsnase
Heiterkeit, Sorglosigkeit, Hilfsbereitschaft, unorthodoxer und
unpraktischer Sinn
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Runde helle,
Wohlstand, Glück,
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glatte Nase
Unkompliziertheit
Schöne Idealnasen seien
zum Verlieben, kleine Nasen passten nicht zu hohen Ämtern. Rote Flecken auf
der Nase kündeten von finanziellem Erfolg oder Alkoholabhängigkeit, weisse
Flecken deuteten auf Versagen.
Spitze und dünne Nasenlöcher sollen auf einen kämpferischen Menschen weisen,
grosse und weite Nasenlöcher auf kleine Weisheit, lange und dünne
Nasenlöcher auf einen Toren. Pretiöse Nasenlöcher seien Zeichen von
Unkeuschheit, sehr offene Zeichen von zornigen, zumindest sehr emotionalen
Naturen. Wer eine schwarze Nasenspitze besitzt, habe etwas gestohlen.
Nasenbluten aus dem rechten Nasenflügel bedeute etwas Gutes, aus dem linken
weise es darauf, dass beabsichtigte Vorhaben misslingen. Wer aber ganz
sicher gehen will, schreibe sich mit dem eigenen Nasenblut die alte
Zauberformel Uhi upuli auf die Stirn, alternativ uPuLu, OIPULK oder
O.I.P.U.L.U. |