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Losbücher |
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Als Nachfolger antiker
Spruchsammlungen wie beim Würfelorakel entstanden die so genannten
Losbücher. Hier musste der eigentliche Orakelspruch erst mit einem Schlüssel
gefunden werden. Die erste bekannte Sammlung dieser Art, das Losbuch des
Ägypters Astrampsychos (»Weissagungen für allerlei Fragen«), stammt aus dem
6. Jahrhundert. Hier waren selbst die Fragen festgelegt. Für 92 Fragen gab
es 1030 Antworten, die nummeriert und in Zehnergruppen unterteilt waren. Der
Konsultierende entschied sich für eine der Fragen oder erloste auch diese
schon. Zur Nummer der Frage suchte er eine beliebige Zahl zwischen eins und
zehn. Diese zur Fragenummer hinzuaddiert ergab den Schlüssel zur
Zehnergruppe der Antworten. Innerhalb dieser Dekade wies dann die Zahl
zwischen eins und zehn, für die er sich vorher entschieden hatte, endlich
auf das Orakel. Die Antworten, 103 biblischen Gestalten in den Mund gelegt,
hielten sich knapp und bündig, hatten aber auch nur recht allgemeine Fragen
zu Geschäft, Gesundheit, Reisen oder Familie zu beantworten. Es muss
christliche Vorläufer solcher Bücher gegeben haben, die schwerpunktmässig
mit scheinbaren Weissagungen der zwölf Apostel arbeiteten. |
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