Studienlehrgang über Träume und Traumdeutung
 
Web sphinx-suche.de
Moviestreaming, filmdownloads etc..  Bücher
Weissagungen, Visionen, Prophezeiungen, Orakel
AB   CDEF   GHIJ   KLM   NOPQR  S   TUVWXYZ
 

Glücksräder

Aus Indien stammt die Lehre vom Rad der Geburten, die zum ersten Mal in den Upanishaden auftaucht. Alle Lebewesen scheinen an ein Rad der kosmischen Ordnung gebunden, das zum einen die Bewegung und den Rhythmus in der Natur, die Unbeständigkeit und Vergänglichkeit alles Irdischen, aber ebenso die Wiederkehr aller Dinge und die Wiedergeburt der Seele spiegelt.
Von dort wanderte dieser Glaube über Griechen und Römer auch zu uns und formte eine Vorstellung vom Glück, das als Rad oder auf einem Rad das mitunter recht kurzlebige Auf und Ab unserer Existenz bestimmt. Auch in mittelalterlichen Kirchenvorhallen hingen so genannte Lebensräder. Das sich drehende Rad der Fortuna war mit vier Bildern von Menschen besetzt: einem aufsteigenden, einem thronenden, einem herabstürzenden und einem unten liegenden. Wer wissen wollte, wie es künftig um ihn bestellt sei, musste den Punkt oben oder unten als Omen bestimmen und dann das Rad in Bewegung setzen. Hielt es an und der vorher bestimmte Punkt lag beispielsweise zwischen dem Thronenden und dem Herabstürzenden, konnte man gleich in der Kirche für sich beten.
Später fanden sich an solchen Stellen auch so genannte Apostelräder, mit den Namen der Apostel versehene Scheiben. Von jedem Namen hingen kleine Fäden herab, an die häufig Glöckchen angebunden waren. Die Scheibe wurde gedreht - was manchmal nur der Messner tun durfte -, und der Hilfesuchende griff dann nach einem Faden, um das Rad anzuhalten. Der zugehörige Apostel als neuer Schutzpatron oder direkter Ansprechpartner für ein besonderes Problem war gefunden.
Daneben kursierten mantische Glücksräder, häufig als Beilage zu Losbüchern. Am Rand einer kreisförmigen Pappe waren Buchstaben und Zeichen aufgezeichnet. Ein auf der Pappe angebrachter Zeiger wurde gedreht, und zu dem Symbol, an dem er anhielt, konnte man im Buch einen Vers lesen. Dieser gab die Antwort auf die vorher gestellte Frage, die aber weiterhin salomonisch oder spielerisch im Dunkel blieb.
Auch die ersten grossen Lotteriespielautomaten hatten eine Radform und wurden deswegen Glücksrad genannt. Und dann sollte da noch nach einer im Mittelalter bekannten und in mehreren Versionen bekannten Sage ein grosses und waagerecht verlaufendes Glücksrad existieren. Es war im Besitz des Teufels und »Sitz« einer Hochschule für Wahrsagen, Schatzfinden und Zauberei. 12, 13 oder 14 fahrende Schüler konnten darauf Platz nehmen, die in einer Version der Sage alle ausnahmslos Johannes hiessen. Dieses Rad setzte nun der Leiter der Hochschule in Bewegung, es drehte sich höllisch schnell, und wer hinunterpurzelte, fiel gleich in das Reich der Finsternis.

 

 

 

 

weitere ausgezeichnete Bücher, Videos, DVDs, Spiele

 

Hauptseite

Studienlehrgang über Träume und Traumdeutung

Beste Bücher online einkaufen

Beste Internetadressen   Multimedia   Kunst   Zukunftsdeutung & Astrologie   Esoterik & New Age   Traumdeutung

Magie & Märchen & Mystik   Grenzwissenschaften   Hexenwesen   Dunkles im Netz   Parapsychologie & Okkultismus etc.

         Religion & Spiritualität   Alte Kulturen   UFO`s & Phänomene   Meditation, Licht, Fortleben

Heilmethoden, -therapien, Wellness   Aus-, Weiterbildung & Organisationen

Esoterisch-spirituelle Lexika   Lexikon der Parapsychologie   Lexikon der Esoterik