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Domino-Orakel |
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Der chinesische Kaiser
Wie-tsung habe das von einem Staatsmann geschaffene Dominospiel für so
wertvoll befunden, dass er es in seiner Schatzkammer verschloss. Erst sein
Sohn Kao-tsung habe es im Jahr 1127 freigegeben. Jedenfalls kam dieses Spiel
wohl aus fernöstlichen Ländern im i8. Jahrhundert nach Europa. Es besteht
aus 28 rechteckigen, flachen Steinen, die je zwei Felder mit jeweils ein bis
sechs Punkten aufweisen oder die Null, angezeigt durch leere Felder. Neben
der schlichten Aneinanderreihung der Steine, die interessante graphische
Muster ergeben, dient das Spiel auch als Orakel. Dazu entnimmt der Frager
nacheinander oder gleichzeitig dem verdeckten Spiel drei Steine, die nun
gedeutet werden. Zum Spiel gehört eine Deutungsliste. Ihre Deutungen gehen
inhaltlich auf die Losbücher der Antike und des Mittelalters zurück. |
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