Studienlehrgang über Träume und Traumdeutung
 
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Daniel

Der Prophet Hesekiel bezeichnete im Alten Testament seinen Vorgänger Daniel als weisen und gerechten Menschen der Urzeit. Archäologen wollen ihn mit dem weisen König Dan-el in Ugarit gleichsetzen, von dem dort vorgefundene Tontafeln berichten. Daniel (El, das höchste Göttliche, ist gerecht oder ist mein Richter) soll um 606 oder 586 vor Christus als Knabe aus königlichem Hause mit den Gefangenen aus Juda nach Babylon geführt worden sein. Dort erhielt er von der Zunft der Chaldäer, der Magier, Wahrsager und Sterndeuter, eine dreijährige Ausbildung und wurde in ihre exklusive Gesellschaft aufgenommen. Während des Babylonischen Exils des Volkes Israel bekleidete er am Hofe unter mehreren babylonischen Königen das Amt des obersten Weisen, Astrologen und Traumdeuters. Bei einem Gastmahl des Königs Belsazer, Sohn des letzten babylonischen Königs Nabuna'id, erschienen plötzlich in Flammenschrift an der Wand die Worte »Mene, Mene Tekel U-pharsin«. Der zu Rate gezogene Daniel übersetzte, Gott habe Belsazers Regierung »gezählt, gewogen, aber zu leicht befunden«. Das Reich werde zerfallen und von den Persern übernommen, was 538 vor Christus auch geschah. Belsazer erhob trotz dieses Menetekels den Propheten zum dritten Mann des Reiches.
Das Buch Daniel, bestehend aus Visionen und Erzählungen, enthält im zweiten Kapitel eine der hochrangigsten Prophezeiungen. Daniel sah das Weltreich der Babylonier, der Perser, der Griechen und der Römer kommen und vergehen. Das Römerreich würde in zehn selbständige Königreiche zerfallen, auch die ohne Bestand. Gott aber throne über allen Weltreichen, und am Ende folge sein ewiges Reich unter der Herrschaft des »Menschensohnes«. Dieses göttliche Reich bezeichnete Daniel als Stein, hebräisch ehben.
Jüdische und europäische kabbalistische Schulen verstehen unter diesem Stein, auf dem auch Jesus sicherlich seine »Kirche« bauen wollte, die wiedergefundene Verbindung vom »Vater mit dem Sohn«, dem höchsten mit dem menschlichen Bewusstsein, die Vervollkommnung des Menschen.

 

 

 

 

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