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Vielleicht seitdem die
bekannte Schauspielerin Penny McLean ihre Erfahrungen aus der vierten
Dimension mit höheren Schutzgeistern und Intelligenzen, darunter mit Rudolf
Steiner, mediengerecht, aber zuletzt recht nachdenklich differenziert
verbreitete, heisst der gesuchte mediale Verkehr mit Sternenwesen,
Ufolenkern und anderen »Nichtinkarnierten« Channeling (Channel heisst
Kanal). Dabei wird das Wach- oder Oberbewusstsein zumeist sträflich
übergangen und mit ihm das rational-empirische Bewusstsein. Nur schwer lässt
sich deshalb die Spreu vom Weizen trennen. Die meisten dieser Lichtwesen und
Meister verkünden ihren Anhängern und »Zugeschalteten« nur gehobene
Gemeinplätze über Liebe und Humanisierung der Zukunft, Ganzheitlichkeit von
Mensch und Natur, über integrales Bewusstsein oder sie erwarten, wie schon
die frühesten Propheten, den baldigen Weltuntergang, wenn die Menschheit
sich nicht bessere. Sie freuen sich über jede an sie gerichtete Frage, über
jede Art von Beachtung, denn sie wachsen mit und nähren sich von der
Aufmerksamkeit, die ihnen entgegengebracht wird.
Gewöhnlich entspringen solche Botschaften unserem Unterbewusstsein, das
alles widerspiegelt, was »von oben und unten« kommt, so auch jeden Input von
Informationen, Verlangen, Emotionen, weswegen es auch von alters her mit
Wasser und Meer symbolisiert wurde. Penny McLean sprach zuletzt von ihrem
ziemlich kommunikativen Geist als »Energiekonglomerat, das den eigenen
Absichten entspricht«. Doch können wir auf verschiedenen Wegen durchaus über
das persönliche ins kollektive Unbewusste geraten, wo die
Menschheitserfahrungen gesammelt sind. Leider stecken auch diese neben den
höchsten und weisesten Errungenschaften voller falscher Wertmuster, voller
Wunsch-, Wahn- und Fehlvorstellungen. Allzu leicht verlieren wir uns in
diesem Irrgarten. All diese Kontakte oder Eingebungen erfordern von uns
immer die mitunter schwierige Überprüfung durch die Vernunft, mit dem
»scharfen Schwert der Unterscheidung«, wie es die alten Mythen formulieren.
Wahre weil »übermenschliche« Weisheit erreicht uns nur aus den so genannten
kosmischen Ebenen und sie tröpfelt leider höchst selten auf die Menschheit.
Helena Blavatsky liess sich ihre »Geheimlehre« von »Kosmischen Meistern«
diktieren und verstand darunter Aufgestiegene zu höherem und höchstem
Bewusstsein. Anhänger und Gläubige von Enthüllungen »echter und wahrer«
Meister oder besser: Intelligenzen erklären, dass es als Voraussetzung dafür
einer sehr langen Vorbereitungsphase bedürfe, die in einem Leben kaum zu
bewältigen sei. Dazu gehöre ebenso eine besondere Nervenstruktur, die ohne
Schaden den Kontakt mit höheren Schwingungsfrequenzen überstehe. Nicht
zuletzt auch die Fähigkeit, solche Botschaften ohne Verfärbung durch
egoistische Wünsche und falsche Vorstellungen von sich, der geistigen Welt
und deren »Entitäten« lupenrein zu interpretieren. Schliesslich wiederum die
kritische Kontrolle, bei solchen Vorgängen eine Störung nichtmeisterlicher
»Einmischungen« auszuschliessen.
Es bleibt also nicht ungefährlich, sich allen geistigen Kräften, Eindrücken
und Einflüssen zu öffnen. Nur höchst selten gelingt es Menschen, sich vorher
genügend rein, frei und leer zu machen, so dass der Kontakt ohne
Missverständnisse und Irrtümer abläuft. Wer sich ohne solche Voraussetzungen
in meditativer Erwartungshaltung einfach nur »leer macht«, dem schrieb der
amerikanische Rosenkreuzer Erwin Watermayer ins Gedächtnis: »Jede Leere wird
sofort mit Blödsinn gefüllt!« |