eso-shopping Partnerprogramm
 
Web sphinx-suche.de
Moviestreaming, filmdownloads etc..  Bücher
Surrealismus, phantastische Malerei
ABCD   EFGHIJKL  MNOPRS   TVWZ
 

Paul, Peter

(* 17. 8. 1943 Strelitz/ Mecklenburg)
Ohne Piranesi, ohne die Bauwerkskizzen des Etienne-Louis Boullée, ohne Francesco Guardi und die phantastischen Architekturlandschaften eines Desiderio ist Peter Paul, dieser moderne, sich heute bisweilen noch an Wunderlich und Clerici orientierende „pittore prospettico“, nicht denkbar. Pauls Malerei bekennt sich zu einer Anlehnung an historische Vorbilder. Diese "Besinnung" ist weniger Ausdruck eines unreflektierten Historismus, sondern, wie es durch den grössten Teil seiner Werke von der Fallenden Zwei (1970) bis zum Blue Bellotto (1975) belegt wird, ein phantastischer Eklektizismus, bei dem, das Bild-Zitat zum Sujet wird.
Peter Paul studierte zunächst an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin, bei Johannes Geccelli. 1966 übersiedelte er nach Hamburg und set/te sein Studium an der dortigen Hochschule für Bildende Künste fort. Im letzten Abschnitt seines Studiums war Paul Assistent von Wunderlich und arbeitete mit Allan Jones und David Hockney zusammen, die beide eine Gastdozentur in Hamburg hatten. Noch während des Studiums bekam Paul einen Lehrauftrag für freie Graphik und graphische Techniken (1969), den er bis 1974 ausübte. Seit Ende 1974 lebt Paul in Hamburg und Inch Island/Irland. Die Kunst Pauls, von der Fritz J. Raddatz anlässlich einer Ausstellung in Hannover sagt, sie sei ar-gumentativ, verharrt nur scheinbar in der ästhetischen Perfektion, „. . . in Wahrheit ist sie von dialogsüchtigem Eklektizismus: nie Darstellung, immer Analyse“. In Pauls grossflächigen Architektur-Bildern, wie Paraphrase l (1973) oder Chäteau anonyme (1973) wird dies besonders deutlich: Bekannt geglaubte Bauwerke wie der Campanile einerseits und die fensterlose Seitenfassade von Belvedere andererseits, suggerieren dem Betrachter eine Art „historische Nähe“; diese jedoch löst sich auf, sobald der Abstand zum Bild reduziert wird. Nicht die Leinwand, wie man meint, ist zerknittert, sondern der Himmel ist es, wie auf fast allen Bildern, der darüber hinaus als zerknitterter Maluntergrund (Papier) erkannt, aber kaum gedeutet wird. Pauls Architekturen lösen sich nie vom Reissbrett, die Illusion wird nie vollständig; die Fassaden verändern sich, die Knitterungen reichen bis ins Bauwerk hinein, wie bei den Tempera-Bildern Was Boullee befürchtet hat II (1974) oder Nach Francesco Guardi II (1974): Die Illusion ist dort nicht nur nicht vollständig, sie ist nicht mehr vorhanden. Pauls Bilder aus den Jahren 1974 und 1975 sind von diesem Prozess der Desillusionierung gekennzeichnet; die Lithographie Nach Canalctto (1974), auf der die das ganze Bild überziehenden Faltungen wie ein flacher Bombenkrater wirken, zeigen, dass Paul nicht mehr am Arrangement von Bild-Zitaten interessiert ist, sondern an der Deformierung der überlieferten "Bilder", die Titel wie beispielsweise Natura Morta Italiana III (1975) oder Sketch of Chrysler Building (1975) haben.
Weitere Hauptwerke Noir sur l'Ombrc, 1971; Raffaelo Imballato I, 1972; Ohne Kmilie, 1972 (Abb. 61); Geschenk für Arnolfo di Cambio, 1973; Projet Sans importance I, 1974.


 

 

Hauptseite

Studienlehrgang über Träume und Traumdeutung

Beste Bücher online einkaufen

Beste Internetadressen   Multimedia   Kunst   Zukunftsdeutung & Astrologie   Esoterik & New Age   Traumdeutung

Magie & Märchen & Mystik   Grenzwissenschaften   Hexenwesen   Dunkles im Netz   Parapsychologie & Okkultismus etc.

         Religion & Spiritualität   Alte Kulturen   UFO`s & Phänomene   Meditation, Licht, Fortleben

Heilmethoden, -therapien, Wellness   Aus-, Weiterbildung & Organisationen

Esoterisch-spirituelle Lexika   Lexikon der Parapsychologie   Lexikon der Esoterik