eso-shopping Partnerprogramm
 
Web sphinx-suche.de
Moviestreaming, filmdownloads etc..  Bücher
Surrealismus, phantastische Malerei
ABCD   EFGHIJKL  MNOPRS   TVWZ
 

Moesman, Johannes Hendricus

(Joop; * 6. 1. 1909 Utrecht)
Zu den merkwürdigen Phänomenen der niederländischen Kunst in diesem Jahrhundert gehört die zentrale Stellung, welche die Stadt Utrecht in der Entwicklung verschiedenster Strömungen der Phantastischen Malerei eingenommen hat. Der berühmteste Vertreter dieser Tendenzen, die nie zur Bildung einer wirklichen Schule führten, ist Moesman, durch den der Surrealismus Eingang in die niederländische Malerei fand. Obwohl Moesman, der Sohn eines bekannten Lithographen, eine zeichnerische Ausbildung erhielt (bei verschiedenen Malern, die Privatstunden gaben), bezeichnet er sich selbst als Autodidakt. Im Kunstgeschäft des Malers Willem Wagenaar lernt Moesman schon früh durch die Reproduktionen der Zeitschrift „Varietes“ das Werk der Surrealisten kennen. Diese Begegnung wurde für seine Entwicklung als Maler entscheidend: Vor allem Dali beeinflusste den jungen Mann, der inzwischen Lithograph bei der Niederländischen Bahn geworden war (1925). Kr behält diese Stellung bis zu seiner Pensionierung (1968), um nie dem Zwang, seine eigenen Vorstellungen von Malerei mit denen der offiziellen Kritik in Einklang zu bringen, durch finanzielle Not ausgeliefert zu sein. Denn: Die Kritik richtet sich von Anfang an gegen Moesman. Seine ersten surrealistischen Bilder, die auf Gruppenausstellungen in Amsterdam zu Beginn der 3oer Jahre zu sehen waren, wurden nicht nur verspottet, sondern zugleich heftig angegriffen. Auf einer Ausstellung im Stedelijk Museum (1933) wurde sein Bild Nachmittag (1932), weil es als obszön empfunden wurde, sogar entfernt. Moesman arbeitete aber in seiner Freizeit unermüdlich weiter, ohne sich von den negativen Reaktionen beeinflussen zu lassen, und es entstand eine Reihe von Bildern, die erst in den 6oer Jahren, nachdem Andre Breton 1961 auf ihn aufmerksam geworden wrar, grössere Beachtung fanden. Die grossen Surrealisten-Ausstellungen in Mailand (1961) und Paris (1965) machten ihn zu einer gefeierten Entdeckung, und dieser späte Triumph fand auch seine, wenn auch immer noch zu geringe Resonnanz in der Heimat des Malers. Zu einem Hauptwerk Moesmans, dem Selbstbildnis (1935; Farbabb. 29) schreibt Laurens Vancrevel: „Die zentrale Frauengestalt, die nicht lebt und genauso wenig tot zu sein scheint, aber welche die geistige Vorstellung eines leidenschaftlichen Augenblicks ist, und die aus ihr entspringende Mohnblume sind Bilder einer instinktiven Wirklichkeit. Die Kristallkugel, die an eine Brust oder an ein Herz erinnert, spiegelt den Maler hinter seiner Staffele! wider und verweist auf die äussere, zivilisierte Welt Auf diese Weise entsteht ein Selbstbildnis in Miniatur, das mit der Tradition übereinstimmt und das die deutliche Abspiegelung eines Gesichts wiedergibt. Die Lichtverhältnisse des Miniaturporträts könnten eine Hommage an "Das Atelier des Malers von Vermeer sein.“ Moesmans Bilder sind exakte Traumprotokolle, Beschreibungen der immer wieder faszinierenden Begegnung der geordneten Aussenwelt mit einem anarchischen Innenleben, das dem Eros in all seinen Formen huldigt.


 

 

Hauptseite

Studienlehrgang über Träume und Traumdeutung

Beste Bücher online einkaufen

Beste Internetadressen   Multimedia   Kunst   Zukunftsdeutung & Astrologie   Esoterik & New Age   Traumdeutung

Magie & Märchen & Mystik   Grenzwissenschaften   Hexenwesen   Dunkles im Netz   Parapsychologie & Okkultismus etc.

         Religion & Spiritualität   Alte Kulturen   UFO`s & Phänomene   Meditation, Licht, Fortleben

Heilmethoden, -therapien, Wellness   Aus-, Weiterbildung & Organisationen

Esoterisch-spirituelle Lexika   Lexikon der Parapsychologie   Lexikon der Esoterik