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(Arik; * 4. 1. 1929 Wien)
Im gesamten Werk Erich Brauers, des Freundes von - Fuchs und Lehmden, kommt
ein Aspekt zum Ausdruck, den man sonst nur in der Naiven Malerei
wiederfindet: die Unbefangenheit im Um gang mit Formen, Perspektiven und
Farben. Dieser dekorative An teil seiner Malerei bringt ihn wenn auch
ungewollt, in die Nähe Chagalls, mit dem er die Vor' liebe für biblische
Motive, Farbpalette und die Ausarbeitung langer Bild- oder Graphik-Sequenzen
teilt. Von 1945-1951 besucht Brauer die Kunstakademie in Wien, ei wird dort
Schüler von Albert Pari; Gütersloh. Nach 1951 findet man ihn auf
ausgedehnten Reisen durch die halbe Welt. Erklärtes Ziel ist Israel, wo er
sich, nach eigenen Angaben, als Volksliedsänger und Tänzer durchschlägt. Er
heiratet nennt seine Frau „Neomie“ und sich selbst „Arik“. Schon früh setzte
sich Brauer mit den Möglichkeiten und Problemen des Kupfertiefdrucks
auseinander, wovon seine Mappenwerke Los Travaux des Champs (1967) und die
Brauer Liedermappe (1968), mit einer Anzahl eigener Kompositionen und
Liedertexten, bedeutendes Zeugnis ablegen. Er bezeichnet die Atmosphäre, den
Hintergrund seines Schaffens als Phantastischen Realismus (Realismus,
phantastischer) und stellt sich damit bewusst in die Nähe Francoise Deberdts
oder Hutters und den Kreis der Wiener Schule. Stellt man die Farbradierungen
und Silkographien der letzten zehn Jahre (1966-1976) den Arbeiten aus den
Jahren 1951-1966 gegenüber, so wird eine Entwicklung deutlich, die vom fast
ornamentalen Bildaufbau hin zum zentralen Bedeutungsträger „menschliche
Figur“ geht. Dabei geraten ihm die Gestalten als nahezu amorphe Wesen, die
schwebend, ohne Halt, einer phantastischen Landschaft (-“ Landschaft,
phantastische) vorgelagert sind.
Erich Brauer lebt heute in Wien und in Ein Hod (Israel), wo er sich ein nach
eigenen Plänen konstruiertes Haus errichtete, mit dessen Ausmalung er
beschäftigt ist.
Weitere Hauptwerke Der König mit dem roten Kopf, 1964; Der Mann ohne
Winkelmass, 1965. |