| Hexenwesen, Satanismus, schwarze Magie |
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WETTERHEXE |
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Die Kunst des Wettermachens, besonders von Unwettern, ist einer der Vorwürfe, die gegen die Hexen erhoben wurde. Diese Form des Schadenszaubers wird schon im neuen Testament in dem Brief des Paulus an die Epheser erwähnt. Die bösen Dämonen, die ihren Sitz zwischen Himmel und Erde haben, werden als Urheber des schlechten Wetters angesehen. Die mittelalt. Theologen erkennen zwar an, dass die Dämonen aufgrund ihrer Natur und Fähigkeiten Unwetter verursachen könnten, aber dies könne letztlich, wie bei allen ihren Werken, nur mit der Erlaubnis Gottes geschehen. Ausführlich wird der Wetterzauber im Hexenhammer behandelt und zu einem wichtigen Tatbestand der Hexerei erklärt. Als im 16. Jahrhundert eine starke Klimaverschlechterung eintrat - eine kleine Eiszeit -, die zu einer erheblichen Getreideverteuerung, Hungersnöten und Seuchen führte, fand der Vorwurf, dass die Hexen diese Klimakatastrophe verursacht hätten, viele Befürworter. Die nachreformatorischen Hexenverfolgungen ereigneten sich in den Zeiträumen 1586-1590 und 1628-1630, wo diese Klimaveränderung ihren Höhepunkt erreichte. Um den Wetterzauber der Hexen unschädlich zu machen, wurden auf den Feldern Kreuze errichtet oder Weihwasser versprüht. Bei aufziehenden Gewittern zündete man schwarze Kerzen an, um das Unwetter zu vertreiben. |
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