| Hexenwesen, Satanismus, schwarze Magie |
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VAMPIR |
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Bezeichnung für einen Untoten, der nachts aus dem Grab kommt und seinen Opfern das Blut aussaugt. Tagsüber liegt er im Grab. Sein Körper, der kaum Verwesungsspuren zeigt, weist eine fahle Hautfarbe auf. Aus seinem Mund und seiner Nase läuft Blut. Die Opfer eines solchen wiederkehrenden Toten, die meistens an einem tödlich verlaufenden Vampirismus erkranken, werden ebenfalls zu Vampiren, sobald sie gestorben sind. Merkmale dieser Krankheit sind Lichtempfindlichkeit, lange Haare und überlange Zähne. Die Abi. des Namens zeigt, dass der europäische Vampirglaube in Südosteuropa entstanden sein muss, wenngleich sich ähnliche Vorstellungen von wiederkehrenden Toten auch in Zentraleuropa nachweisen lassen. Der Name Vampir nämlich enthält die urslaw. Wurzel opyr/opir, deren zweite Bestandteile mit dem russ. netopyr: Fledermaus, oder mit russ. pero: schweben; verglichen werden müssen. Man verstand unter einem Vampir ursprünglich ein gefiedertes Nachtgespenst oder ein geflügeltes Wesen. Für diese Annahme spricht auch, dass die Vampir im Volksglauben oft die Gestalt eines Vogels oder Schmetterlings annehmen. Der Glaube an wiederkehrende Tote und Blutsauger ist seit der Frühzeit der Menschheit in allen Kulturkreisen bekannt. Die ältesten Darstellungen solcher Wesen finden sich auf einen babyl. Zylindersiegel. Vampir-ähnliche Wesen gibt es in der Mythologie der Inder der Chinesen, der südostasiatischen Völker, der Juden, der Araber, der Griechen und Römer. Im 18. Jahrhundert beschäftigte der Vampirglaube die gelehrte Welt Europas, als spektakuläre Fälle aus Ungarn und Mähren berichtet wurden. Der Theologen bereitete es grosse Schwierigkeiten diese Vorstellung von einem wiederkehrender Leichnam mit der christl. Lehre von der Wiederauferstehung in Einklang zu bringen. Be. kannte Theologen wie Calmet versuchten der Vampirglauben als eine Verwirrung des Geistes hinzustellen. Unter den Ärzten setze sich allmählich die Einsicht durch, dass der Vampirglaube durch natürliche Ursachen wie Scheintod zu erklären sei. Im Volksglauben schützte man sich vor Vampiren indem man den Mund des Toten mit Knoblauch füllte, ihm ein Geldstück in die Hand legte, einen Weissdorn oder Nagel in seinen Magen stief oder ihm die Hände und Füsse zusammenband um eine Wiederkehr zu verhindern. Wenn die. se Massnahmen erfolglos waren, wurde sein Leichnam ausgegraben, mit einem Spaten de] Kopf abgetrennt und zwischen die Beine gelegt Oder man stiess ihm einen Pfahl in die Brust und verbrannte ihn. Moderne Erklärungen der Vampirglaubens gehen davon aus, dass des Vampirismus: verdächtigte Personen an der in Südosteurops sehr verbreiteten Blutkrankheit Porphyrie gelitten haben könnten, deren Symptome sich in den Berichten der zeitgenössischen Arzte oder im Volksglauben wiederfinden. Wahrscheinlich waren sie auch nur Opfer von Seuchen, die mar aus Angst vor Ansteckung noch lebend beerdigte. Es wurde auch erwogen, ob diese Krankheitssymptome nicht auf eine Infektion durch Milzbrand oder Tollwut zurückgehen könnten. |
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