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Pseudonym nach seinem
Heimatort Trittenheim; eigentlicher Name: Johannes von Heidenberg, Abt von
Sponheim im Hunsrück und bekannter Magier, dem man nachsagte, er sei der
„Hofmagier” Kaiser Maximilians I. gewesen.
Wegen seiner Totenbeschwörungen warf man ihm vor, er stehe mit dem Teufel im
Bund. Für ihn war es aber nur ein Verfahren der Magia naturalis, der
natürlichen Magie, um mit deren Hilfe und in Verbindung mit
Naturphilosophie, Mathematik und verwandten Hilfswissenschaften eine Wirkung
zu erzielen, die vom Volk als übernatürlich angesehen wurde. 1508 fertigte
er im Auftrag des Markgrafen Johann von Brandenburg ein Gutachten über die
Zauberei und Hexerei an.
Dieses Gutachten mit dem Titel Antipalus maleficiorum - Gegner der Hexereien
- erschien 1555 in Buchform.
Für Trithemius steht die Realität des Schadenzaubers fest. Er will in seinem
Buch zeigen, wie sich ein Christ dagegen schützen kann. Die Menschen, die
den Schadenszauber praktizierten, werden in vier Klassen eingeteilt:
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Solche Menschen, die
ohne ein Bündnis mit dem Teufel durch Gifte und natürliche Mittel
anderen Menschen Schaden zufügten.
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Personen, die eine
schädigende Wirkung durch geheimnisvolle Worte, Formeln her-vorbrächten.
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Magier, die kein
Bündnis mit dem Teufel abgeschlossen hätten, aber ihn für einzelne
Handlungen um Hilfe anriefen.
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Die Teufelsbündner,
die sogar Sexualverkehr mit dem Teufel hätten, seien zu den schlimmsten
Verbrechen, wie z. B. Pest, Missernten etc., fähig.
Trithemius vertritt die
Auffassung, dass die letzte Gruppe, die eigentlichen Hexen, mit dem Tod
bestraft werden sollten.
Als Schutzmittel empfiehlt er Amulette aus Kräutern, Hostien, Osterkerzen,
Friedhofserde und 'Weihwasser herzustellen, sowie Exorzismen. Nach
Trithemius sollte sich der Behexte nach Ablegung der Beichte in Wasser
baden, dem die für die Herstellung des Amulettes benötigten Stoffe
beigesetzt werden sollten. Seine beiden posthum erschienenen Bücher über
Geheimschriften, Polygraphia 1518 und Steganographia 1606, die zahlreiche
Dämonennamen und Beschwörungsformeln enthalten, werfen die Frage auf, ob
Trithemius Hinweise für die Negromantie geben oder nur anhand dieser
dämonischen Namen zeigen wollte, wie man am besten eine Mitteilung
verschlüsselt. |