| Hexenwesen, Satanismus, schwarze Magie |
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TEUFELSPAKT |
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Bezeichnung für ein Teildelikt der Hexerei. Damit die Hexe den Schadenszauber überhaupt ausüben konnte, habe sie Satans Hilfe bedurft. Sie musste mit dem Satan einen förmlichen Vertrag schliessen, der aus einem umfangreichen Unterwerfungsritual bestanden hat. Eine biblische Belegstelle für einen solchen Pakt findet sich im alten Testament. Obgleich diese Textstelle an sich nichts mit dem Teufelspakt zu tun hat, wird durch die Übersetzung der lateinischen Bibel diese Beziehung hergestellt: percurrimus foedus cum morte et cum inferno fecimus pactum - Wir haben einen Vertrag mit dem Tod unterschrieben und mit der Hölle einen Pakt geschlossen. Luther übersetzt diese Stelle so: Wir haben mit dem Tod einen Bund und mit der Hölle einen Vertrag gemacht. Eine ausführliche Beschreibung findet sich im Compendium maleficarum von Guazzo. Eine mit dem Teufelspakt vergleichbare Übereinkunft findet sich in den vom Schamanismus geprägten Religionen, wenn der Schamane sich seinem Schutzgeist anvertraut, um im Trancezustand seine Reise zu den Göttern anzutreten. Im Gegensatz zur Hexe verfolgt aber der Schamane eine nützliche Absicht, weil er beispielsweise seinem Stamm eine gute Ernte beschaffen will. Die moderne Religionspsychologie erklärt diesen Pakt als eine Art Sympathie-Verbindung in Analogie zu den Sippenbünden der Menschen. Voraussetzung für ein solches Bündnis sei, dass zwischen den Hexen und dem Teufel ein Einvernehmen bestehe, das durch Gefühlsübertragung hergestellt werde. Um dem Einfluss einer dämonischen Macht wie dem Teufel zu erliegen, musste bei der Hexe die Bereitschaft dazu vorhanden sein. Sichtbares Zeichen der Unterwerfung sind die einseitigen Blutrituale, in denen die Hexe einen Vertrag mit ihrem Blut unterschreibt oder der Kuss auf das Gesäss des Teufels. Der mittelalterliche Teufelspakt wurde ansatzweise schon von Augustinus in seinen Büchern De civitate Dei und De doctrina christiana ausgebildet. Augustinus teilt die Welt in zwei Staaten, besser Gemeinschaften ein, von denen die einen von Gott und seinen Engeln, und die anderen vom Teufel und seinen Dämonen regiert werden. Der Teufel aber ist keine von Gott unabhängige Macht, sondern alle seine Handlungen könnten nur geschehen, weil Gott die Erlaubnis dazu gebe. Dies bedeute, dass Augustinus den Teufel und seinen Helfern die Fähigkeit zu spreche, alle Handlungen der Magie, die den Naturgesetzen zu widersprechen scheinen, tatsächlich zu vollbringen. Wenn ein Mensch mit den Dämonen eins Verbindung eingehe, sprich: einen Pakt schliesse, könne er mit ihrer Unterstützung rechnen. Er kann die Zukunft voraussehen, weil die Dämonen aufgrund ihrer luftigen Beschaffenheit sich schneller fortbewegten und somit zukünftige Ereignisse in Erfahrung bringen könnten. Ob. wohl mag. Handlungen und Gegenstände wie Amulette wirkungslos seien, hätten sie dennoch die Funktion eines Zeichens, mit dessen Hilfe der Kontakt mit den Dämonen entstünde. Da durch stumme Symbole eine Verbindung mit den Dämonen hergestellt werden könnte, geht auf den neuplatonischen Philosophen Jamblichos zurück. Diese semiotische Theorie wurde von Albertus Magnus bei der Erklärung der Zauberei wieder aufgegriffen Die Zauberer wirkten Wunder durch ein mit den Dämonen eingegangenes Bündnis. Bei ihm wird ausdrücklich zwischen einem durch Anrufung der Dämonen und einem nur durch magische Handlung abgeschlossenen Vertrag unterschieden. Für seinen Schüler Thomas von Aquin wird schon durch die kleinste abergläubische Handlung ein Vertrag mit dem Teufel abgeschlossen, ohne dass dies von einem Menschen willentlich beabsichtigt ist. Er teilt die beiden Pakte in einen ausdrücklichen und den stillschweigenden ein. Allgemeine Verbreitung fand diese Vertragstheorie durch den Hexenhammer. Aber erst in den späteren Hexenprozessen wird der Teufelspakt als ein eigenständiges Delikt verfolgt. |
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