| Hexenwesen, Satanismus, schwarze Magie |
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TEUFELSDRAMEN |
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Eine Form des Dramas, die
im 11. Jahrhundert in Frankreich entstand und als „Diablerie” bezeichnet
wurde. Dieses geistliche Spiel, in dem vier Teufel in Tiermasken auftraten,
enthielt soviel derbe und obszöne Komik, dass sich Papst Innonzenz III. im
Jahr 1210 genötigt sah, die Aufführung in Kirchen und die Beteiligung von
Geistlichen an diesen Spielen zu untersagen. Auch in Deutschland wurden
geistliche Spiele mit der Teufelsthematik aufgeführt - so das „Spiel vom
Antichristen”, das um 1155 im ehemaligen Benediktiner-Kloster am Tegernsee
entstanden sein soll. Diese geistlichen Schauspiele behandelten in einer
Gerichtsverhandlung das Erlösungsthema. Der Teufel fühlte sich durch den
Kreuzestod Christi um seine Rechte betrogen, die er Gott mühsam abgerungen
hatte. Indem er alle Personen der christl. Lehre von Gottvater bis Adam als
Zeugen herbeigeholt hatte, die ihre Aussagen zugunsten Christus machten,
wurden die Ansprüche des Teufels auf die Menschheit widerlegt. Am Schluss
wird er zur Belustigung des Publikums verurteilt. Aus diesen Vorläufern
entwickelte sich das Teufelsdramen, das trotz aller Possen, Witze und
volkstümlichem Humor von der kirchlichen Lehre nicht abweicht. |
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