eso-shopping Partnerprogramm
 
Web sphinx-suche.de
Moviestreaming, filmdownloads etc..  Bücher
Hexenwesen, Satanismus, schwarze Magie
Aa-Am   An-Az   Ba-Be   Bh-Bu   C   D   E   F   G   Ha-Hex   Hex-Hy   Ib-Ki   Kl-Lu   Ma
Me-My   Na-Pa   Pe-Qu   Ra-Sam   San-Sco   Sec-Sy   Ta-Te Th-Vu   WYZ
 

TEUFEL, IN DER PSYCHOANALYSE

Mit der Gestalt des Teufels hat sich die Psychoanalyse schon in ihren Anfängen beschäftigt. 1909 hielt der Verleger Heller in einer Sitzung der Wiener Psychoanalytischen Gesellschaft ein Referat über den Teufel, in dem er zu dem Ergebnis kommt, dass der Teufel die Personifikation unseres verdrängten Trieblebens sei. Eine eingehende Untersuchung der Rolle des Teufels in der Religion veröffentlichte 1912 der Freud-Schüler Ernest Jones unter dem Titel: Der Alptraum in seiner Beziehung zu gewissen Formen des mittelalterlichen Aberglaubens. Nach seiner Ansicht enthält der Glaube an den Teufel zwei verdrängte Wünsche des Kindes, die aus der Frühzeit seiner Entwicklung stammten. Einmal bewundere das Kind seinen Vater und ahme ihn gerne nach; dann wiederum sei er eine Hassfigur, der er Trotz bieten möchte, weil er der Liebhaber seiner Mutter sei. Diese beiden Gesichtspunkte einer Vaterbeziehung seien in das Bild des Teufels eingeflossen. Wenn der Teufel eine Personifikation dieses doppeldeutigen Vater-Sohn-Verhältnisses sei, dann umfasse er die vier Urerfahrungen der Menschen: Der Teufel ist einerseits Vater, den das Kind bewundert und hasst, anderseits aber auch der Sohn, der den Vater nachahmt und Widerstand leistet. Der Teufel werde wegen seiner Stärke vom Menschen angebetet, aber gleichzeitig wegen seiner Zerstörungskraft gefürchtet. Die trotzige Haltung des Kindes entspreche der Auflehnung des Teufels gegen Gott.
1922, im selben Jahr, in dem Freud seine berühmte Arbeit über eine Teufelsneurose veröffentlichte, erschien eine Studie von Rudolf Löwenstein mit dem Titel Zur Psychoanalyse der Schwarzen Messe. Auch für Löwenstein ist der Teufel der rebellierende Sohn, der seine Triebe unterdrücken müsse. Wer den Teufel anbete, bei dem seien die unterdrückten Triebe aus dem Unbewussten zurückgekehrt, die in der „Schwarzen Messe” ausgelebt würden.
Die psychoanalytische Teufeltheorie wurde von Theodor Reik in der Studie Der eigene und fremde Gott 1923 weiterentwickelt: In allen Religionen existiere ein Dualismus von guten und bösen Göttern. Die bösen Götter oder Dämonen stammten meistens aus der Religion eines unterdrückten Volkes, die den Göttern der Sieger feindlich gesonnen seien. Diesen Gottheiten würden alle Eigenschaften zugeschrieben, die in der eigenen Person unterdrückt seien. Wenn man diese degradierten Götter verehre, würden auf rituelle Weise die unterdrückten Triebregungen abreagiert.
Der berühmte Psychoanalytiker C. G. Jung entwickelte seine Teufeltheorie aus dem von ihm eingeführten Begriff der Schatten. Darunter versteht er den Teil unserer Persönlichkeit, der all das Verdrängte in unserem persönlichen Unbewussten enthält. Der Schatten sei nach seiner Definition die negative Persönlichkeit in uns. Ihre Wurzeln reichten bis ins kollektive Unbewusste zurück, das alle Urerfahrungen der Menschheit oder eines Volkes enthalte. Der Teufel sei im kollektiven Unbewussten die Gestalt des Widersachers oder Rebells. Diese Figur werde im kollektiven Unbewusstsein der Deutschen durch den germanischen Gott Wotan repräsentiert. Das Christentum habe diesen Gott nur teilweise entmachten können.
Einen originellen Beitrag zu psychoanalytischen Teufeltheorie lieferte Wilhelm Reich. Der menschliche Körper sei durch den Muskelpanzer wie von einer Mauer umgeben, so dass dem Menschen die Selbstwahrnehmung und das Organempfinden abhanden gekommen seien. Seine Person ist aufgeteilt in den Intellekt und das Emotionale. Da der Mensch ohne Erfolg ständig danach strebe, aus dieser Panzerung herauszubrechen, sammle sich in seinem Inneren Wut und Hass an. Die Folge dieses Kampfes sei, dass alles Emotionale als schlecht und böse und der Intellekt als gut angesehen werde. Zusammengefasst werde das Böse in der Person des Teufels, den Gott, der Inbegriff alles Guten, bekämpft.


 

 

Hauptseite

Studienlehrgang über Träume und Traumdeutung

Beste Bücher online einkaufen

Beste Internetadressen   Multimedia   Kunst   Zukunftsdeutung & Astrologie   Esoterik & New Age   Traumdeutung

Magie & Märchen & Mystik   Grenzwissenschaften   Hexenwesen   Dunkles im Netz   Parapsychologie & Okkultismus etc.

         Religion & Spiritualität   Alte Kulturen   UFO`s & Phänomene   Meditation, Licht, Fortleben

Heilmethoden, -therapien, Wellness   Aus-, Weiterbildung & Organisationen

Esoterisch-spirituelle Lexika   Lexikon der Parapsychologie   Lexikon der Esoterik