| Hexenwesen, Satanismus, schwarze Magie |
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TEUFEL, IM VOLKSGLAUBEN |
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Die im Volk verbreiteten Vorstellungen über den Teufel unterscheiden sich in wesentlichen Punkten von denen der Gelehrten und Hexenverfolger. Der Teufel in der dämonologischen Literatur ist eine furchterregende und gefährliche Person. Wie die zahlreichen, besonders aber die sprechenden Namen zeigen, ist er im Volksglauben eher eine Gestalt mit menschlichen und sympathischen Zügen. Für das Bistum Basel wurden über 80 Teufelsnamen nachgewiesen, wie z. B. der Alte, Grünrock, Höllenhund, Krummnase, Ziegenbock etc. Das volkstümliche Bild des Teufels wurde zunächst von den Predigten, dann nach Erfindung des Buchdruckes, durch eine wahre Flut von Büchern über den Teufel mit entsprechenden Illustrationen und von unzähligen Flugblättern, besonders zur Hexenthematik geprägt. Flugblätter mit Illustrationen waren zwischen dem 15.-17. Jahrhundert die Vorläufer der Zeitungen. Die Flugschriften wurden meistens von „fliegenden Händlern” angeboten, gekauft und dann von Schriftkundigen vorgelesen und kommentiert. Um 1500 zählte ein Buch über Belial zu den am häufigsten verlegten Büchern. Später wurden in den protestantischen Ländern sogar die populären Heiligenlegenden durch die Teufelsliteratur verdrängt. Die sehr beliebten Teufelsdramen leisteten ebenfalls einen wichtigen Beitrag zur Formung des volkstümlichen Teufelbildes. Die bibl. Berichte von der Höllenfahrt Christ und der erfolglosen Versuchung Christi wurde in den Dramen breit ausgebaut und dazu benutzt, den Teufel als Dummkopf darzustellen. Aus der Gestalt des dummen Teufels entwickelte sich dann die Bühnenfigur des Hanswurstes oder Narren. Bei den meisten der in den Dramen abgeschlossenen Teufelspakte ist der Teufel letztlich der Betrogene. Das von den Theologen entworfene Bild des Teufels, den sie als „Affen Gottes” bezeichneten, wurde vom Volksglauben mit seiner derben Komik, Humor und Drastik gern aufgegriffen und in unzähligen Bildern umgesetzt. |
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