| Hexenwesen, Satanismus, schwarze Magie |
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STEINER, RUDOLF, 1861-1925 |
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Nach dem Studium der
Philosophie und Naturw. in Wien Herausgeber der naturw. Schriften Goethes;
Leiter der deutschen Sektion der Theosophischen Gesellschaft. Er hatte aber
auch enge Verbindungen zu okkult. Kreisen. Zwischen 1906 und 1914 leitete er
den deutschen Ordenszweig des O. T. O. 1912 gründet er die Anthroposophische
Gesellschaft, nachdem er sich von der theosophischen Bewegung getrennt
hatte. Die Anthroposophie ist für ihn der Weg des Wissens, der den geistigen
Teil des Menschen zu seinem geistigen Ursprungsort im Universum zurückführt.
Dieser Weg zum Geistigen hin ist durch eine Kraft gefährdet, die Steiner in
Anlehnung an die altiranische Mythologie Ahriman nennt. Ahriman, den er auch
als Mephistopheles bezeichnet, verkörpert die Erde, die Kälte und
Dunkelheit. Diese zerstörerische Kraft versucht dem Menschen einzureden,
dass die Erde, sprich: die materielle Welt, die einzige denkbare Welt sei.
Ihm gegenüber steht Luzifer, dessen Symbole das Licht, die Luft und Wärme
sind. Seine Welt sind die Spiritualität, die Musik und Literatur. Zwischen
beiden Kräften tobt im Inneren der Menschen ein Kampf. In seinem
augenblicklichen körperlichen und geistigen Zustand muss der Mensch
versuchen, diese beiden widerstrebenden Kräfte in ein ausgewogenes
Gleichgewicht zu bringen. Von Steiner und den Anthroposophen wird dieser
Dualismus künstlerisch so dargestellt, dass der Mensch oder sein
Repräsentant Christus zwischen Ahriman und Luzifer steht - oder der helle
Luzifer steht über dem Menschen und der dunkle Ahriman darunter. Zwischen
diesen beiden verläuft der Weg des Menschen, der einer Gratwanderung
gleicht. In einer grossen Holzplastik, die Steiner für das Goetheanum in
Dornach, südlich von Basel gelegen, schuf, weist Christus mit der Rechten
Ahriman in die Tiefe und schützt sich mit der erhobenen Linken vor Luzifer.
Wenn ein neues Jahrtausend anbricht, wird ein Sonnen-Dämon mit dem Namen
Sorath in Erscheinung treten, der sich dem Sonnen-Genius, der ätherischen
Gestalt Christi, entgegenstellt. Mit Hilfe des Erzengels Michael wird dieser
böse Dämon überwunden werden. Ein grosses Gewicht legt Steiner den Engeln
der vier Jahreszeiten bei, denen er gegen die Tradition einen anderen Namen
gibt. Diese Engel üben einen kosmischen Einfluss aus, während auf der Erde
ein anderer Engel als ergänzende Kraft wirkt. |
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