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Hexenwesen, Satanismus, schwarze Magie
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STECHAPFEL, botan. Bezeichnung Datura Stramonium; heisst im Volksmund „Dornapfel”, „Rauhapfel”, „Krötenmelde”, „Igelskolben”, „Stachelnuss” oder „Tollkraut”

Die Blätter des Stechapfels haben einen unangenehmen, betäubenden Geruch, der beim Trocknen etwas abnimmt. Ihr Geschmack ist sehr bitter und salzig. Die länglichen, nierenförmigen, fast halbkreisrunden Samen schmecken ölig und sehr bitter. In ihnen wie in den Blättern ist das giftige Alkaloid Hyoscyamin enthalten, das zu den psychoaktiven Bestandteilen der Hexensalben zählt. In der Schwarzen Magie wird der Samen benutzt, um Streit und Zank zu stiften. Man muss ihn nur unter den Tisch werfen, an dem Leute sitzen. Der Volksglaube verdächtigt die Zigeuner, den Stechapfel für ihre Hexenkünste zu gebrauchen. Sie sollen ihn auch aus dem Orient nach Europa gebracht haben. Von den Stechapfel-Arten, die über den ganzen Erdball verbreitet sind, ist der Rote Stechapfel eine der bekanntesten. Er wird vor allem von den Indianern Lateinamerikas für magische Zwecke benutzt.


 

 

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