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Hexenwesen, Satanismus, schwarze Magie
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SPIRITISMUS, lat.: Geisterlehre

Bezeichnung für eine Richtung in der älteren Esoterik, die unerklärbare Erscheinungen auf das Wirken von Geistern zurückführt. Sie unterscheidet sich von dem Animismus dadurch, dass sie Geister als eigene Wesen von der materiellen Welt trennt. Diese Geister sind die Seelen oder die psychischen Energien der Verstorbenen. Der Spiritismus ist uralt und weltweit verbreitet. In Ansätzen taucht er schon in der Bibel und den Sagen der griech.-röm. Antike auf. Der Spiritismus als Richtung in der Esoterik nahm 1848 seinen Anfang, als sich in Hydesville bei New York ein berühmter Spukfall im Haus eines Farmers ereignete. Die beiden Töchter des Farmers John Fox behaupteten, sie hätten ein System entwickelt, wie sie mit dem Geist, der den Spuk verursachte, in Kontakt treten könnten. Die eigentlichen Begründer des Spiritismus waren der Amerikaner Andrew Jackson Davis. Sein Hauptwerk The principle of Nature, das man als die Bibel des Spiritismus bezeichnete, bot sich als Erklärung der Spukvorgänge von Hydesville an. Die Wirkung, die die Geister hervorriefen, wird auf das Ausströmen von Elektrizität zurückgeführt. Die Geister telegrafierten aus dem Jenseits zu den Menschen herüber. Er ist auch der Ansicht, dass Engel früher einmal Menschen gewesen seien, die sich immer mehr der Vollkommenheit näherten. Der Verkehr mit den Geistern sei aber noch unvollkommen, so dass Missverständnisse entstünden. Eine andere Erklärung der Geistererscheinungen gibt der Franzose Allan Kardec in seinem Hauptwerk Livre des Esprit. Er teilt die Welt in einen materiellen und spirituellen, unsichtbaren Bereich ein, wo die Geister sich aufhielten. Sie seien keine besonderen Wesen, sondern die Seelen der Verstorbenen. Es gebe aber noch einen halbmateriellen Zwischenbereich, den „Perisprit”. Darunter versteht Kardec die universelle Lebenskraft, die in allen Dingen vorhanden ist. Diese Kraft ist mit dem Magnetismus zu vergleichen. Die Geister werden in verschiedene Klassen eingeteilt. Da es im Geisterbereich keinen Fortschritt gäbe, müssten sich die Seelen immer wieder mit neuen Körpern verbinden, damit sie sich läuterten und die Seligkeit erreichten. Die bösen Geister könnten auf die Menschen einwirken und sie zum Bösen verleiten. Moderne Deutungen sehen im Spiritismus eine besondere Form der Magie. An die Stelle des Magiers tritt ein Vermittler oder Medium, das den Kontakt zu den Geistern herstellt. Die spiritistischen Praktiken haben ausnahmslos ein Gegenstück in der Magie. Neu am Spiritismus ist der Versuch, die magische Welt in ein System zu bringen und mit Hilfe der Vernunft erklärbar zu machen.


 

 

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