| Hexenwesen, Satanismus, schwarze Magie |
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SALEM, HEXEN VON |
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Salem Village - das heutige Danvers in Massachusetts/USA - war 1692 Schauplatz einer Hexenverfolgung, in deren Verlauf 200 Personen verhaftet und 30 zum Tode verurteilt wurden. 19 von diesen Verurteilten wurden gehängt, der Rest freigesprochen, begnadigt oder starb im Gefängnis. Diese Verfolgungswelle nahm ihren Anfang, als mehrere Kinder des Pfarrers und anderer Personen von einer Art Besessenheit befallen wurden. Da die Arzte nicht die Ursachen erkennen konnten, tauchte der Verdacht der Hexerei auf, der sich gegen eine im Haushalt des Pfarrers beschäftigte Negersklavin richtete. Um ihr Leben zu retten, gab sie weitere Frauen an, die sie angeblich gezwungen hätten, als Hexe für sie zu arbeiten. Die in Gang gesetzte Verfolgungswelle rief den Widerstand der Bevölkerung hervor. Deshalb beauftragte der Gouverneur den Geistlichen Cotton Mathers, diese Hexenprozesse zu rechtfertigen. Mathers hatte 1688 schon bei einem Besessenheitsfall in Boston mitgewirkt, dessen Hauptperson ein Kind war, das aus unerklärlichen Gründen von Krämpfen befallen wurde und bei der Untersuchung auch von Hexenversammlungen berichtete. Über diesen Fall verfasste er das Buch Memorable providence relating to witchcraft und possession 1689. Darin kam er zu dem Schluss, dass es einen Gott, den Teufel und die Hexen gebe. Unter Benutzung der Gerichtsprotokolle verteidigte er in der Schrift The Wonders of the Invisible World 1693 die Salemer Prozesse. Noch im selben Jahr ordnete der Gouverneur die Freilassung aller Inhaftierten an. Er stützte sich auf ein Gutachten eines holländ. Pfarrers, in dem diese Hexenprozesse scharf verurteilt wurden. Mathers wurde 1696 von Robert Calef in der Schrift More Wonders of the invisible World scharf angegriffen. In einer Gegenschrift mit dem Titel Memorable Providences 1697 versuchte Mathers die Argumente Calefs zu widerlegen. Spätere Untersuchungen ergaben, dass diese Prozesswelle von den jungen Mädchen aus Sensationslust und dem Wunsch, im Blickpunkt des öffentlichen Interesses zu stehen, provoziert wurde. Mit den Ereignissen von Salem hat sich Arthur Miller in Hexenjagd 1953 literarisch auseinandergesetzt. |
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