| Hexenwesen, Satanismus, schwarze Magie |
| Aa-Am An-Az Ba-Be Bh-Bu C D E F G Ha-Hex Hex-Hy Ib-Ki Kl-Lu Ma |
| Me-My Na-Pa Pe-Qu Ra-Sam San-Sco Sec-Sy Ta-Te Th-Vu WYZ |
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SADE, MARQUIS DE, 1740-1814 |
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Französischer. Adliger und Offizier, der wegen Misshandlung einer jungen Frau und anderer „sadistischer Handlungen” 27 Jahre seines Lebens in Gefängnissen und dann in der Pariser Nervenklinik Charenton verbringen musste. Die in seinen bekannten Werken Justine 1791, Les 120 Journees de Sodome 1785 oder La Philosophie dans le Boudoir 1795 geschilderten sexuellen Grausamkeiten prägten den Begriff „Sadismus”, der fälschlicherweise häufig als Synonym für Satanismus gebraucht wird. Aber Sade ist der Wegbereiter und das Vorbild derjenigen frz. Schriftsteller, die sich dem literarischen Satanismus verpflichtet fühlen. Seine Werke enthalten zahlreiche Schilderungen von Schwarzen Messen und alle nur denkbaren Verhöhnungen der christlichen Kirchen, die mit unglaublichen Perversitäten verbunden sind. Da er Atheist war, wird bei ihm das Böse auch nicht durch eine Person dargestellt. Da er das Gute als gleichwertiges Prinzip nicht kennt, ist für ihn das Böse das herrschende, absolute Prinzip, das alles, auch das Handeln des Menschen, beeinflusst. Seine Maxime lautet: Handle böse, denn dies entspricht der Natur. |
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