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Hexenwesen, Satanismus, schwarze Magie
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PAN, griech. Mythologie; abgeleitet von griech. päntos: ganz und gar, völlig

Pan meint also übertragen: die Gesamtheit der Götter. Pan ist der Name eines arkadischen Hirtengottes, der im Mittelalter mit dem Teufel gleichgesetzt wurde. Pan ist der Sohn des Hermes und einer Nymphe, der mit einem missgestalteten Äusseren zur Welt kam: gehörnt, bärtig, krummnasig, und geschwänzt. Er war ein Fruchtbarkeits- und Vegetationsgott, den die Bauern, Jäger und Hirten verehrten. Ein anderer Wesenszug Pans. ist sein ausgeprägter Geschlechtstrieb. Dieser niedere Gott der Fruchtbarkeit, den man als Symbol des sexuellen Triebes bezeichnete, suchte sich unter den Nymphen und Mänaden, den Begleiterinnen des Dionysos, immer neue Partnerinnen. Seinem faulen und trägen Wesen entsprechend lagen seine Kultstätten in Wäldern, Feldern und Gebirgen, wo sich auch die Bildwerke des Gottes befanden. Aber er war auch im Volksglauben ein gefürchteter Gott. Von seinem Namen ist das Wort „Panik” abgeleitet, weil er jeden durch sein Geschrei in Schrecken versetzte, der ihn in seiner Ruhe störte. In seine Darstellungen mischen sich Züge der Satyrn, die pferdegestaltig und mit Pferdefüssen versehen sind. Schon seit dem 7. und 6. Jahrhundert vor Christus oder erst im Hellenismus, wie von einigen Forschern vermutet wird, nahm dieser ländliche Gott Züge an, die durch die Deutung seines Namens - pan: alles - vorgegeben waren.
Die Orphik, eine mystische Strömung, die ausser in Griechenland auch in Italien und Sizilien verbreitet war, machte ihn zum Allgott, dem zahllose Eigenschaften und Funktionen wie Stütze des Alls, Fruchtbringer, gehörnter Lichtträger, wahrer Zeus etc. zugeschrieben wurden. Die spätere Gleichsetzung mit dem mittelalterlichen Teufel bereitete der griech. Schriftsteller Plutarch vor, der eine Sage erwähnt, in der Pan den Tod findet. Dieser Erzählung nach sei Pan der einzige Gott, der noch in irdischer Zeit gestorben sei. Als dies bekannt geworden wäre, so schreibt Plutarch, brachen alle anderen Götter in Tränen aus, und überall seien das Klagen und Weinen der Menschen zu hören gewesen. Da die späteren christl. Schriftsteller wie Eusebius die heidnischen Götter als Dämonen ansahen, deren Ende mit dem Erscheinen Christi auf Erden gekommen sei, wurde der Tod Pans mit dem Ende Luzifers gleichgesetzt und beide Personen als identisch angesehen. Diese Deutung des Gottes Pan verdrängte allmählich eine völlig entgegengesetzte Vorstellung. Da Pan der Gott der Hirten war, wurde er in der frühchristl. Kunst mit Christus auf eine Stufe gestellt. Seit dem 12. Jahrhundert wird der Teufel als bockgestaltiger Pan oder pferdehufiger Satyr dargestellt. Die mittelalt. Dämonologen konnten durch diese Gleichsetzung eine Erklärung des Hexensabbat geben. In den seltenen Panheiligtümern sind Bilder überliefert, die diesen von der sexuellen Triebhaftigkeit geprägten Gott in der Gesellschaft junger Halbgöttinen und Liebesopfer zeigen. Die sexuellen Orgien, die der Teufel mit den Hexen feiern soll, passen gut in die aus der Antike stammenden Vorstellungen von dem Treiben des Gottes Pan hinein.


 

 

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