| Hexenwesen, Satanismus, schwarze Magie |
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MOSES, DAS 6. UND 7. BUCH |
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Dieses Zauberbuch ist das bekannteste und verbreitetste Buch seiner Art. Grundlage sind die vier Ausgaben, die der Stuttgarter Verleger Scheible ab 1849 publizierte; schon 1797 aber wird ein solches Werk erwähnt. Die Bibel kennt nur fünf Bücher Moses, die im Pentateuch zusammengefasst sind. Moses galt trotz seines Eintretens gegen Zauberei im jüd. Volksglauben als Magier, der sich besonders auf Talismane verstanden habe. Der röm. Schriftsteller Plinius der Ältere hält Moses in seinem Werk Naturgeschichte für den Gründer einer Zauberschule. In zwei Zauberpapyri, die sich im British Museum in London befinden, tritt Moses als Zauberer auf, der zwischen Gott und den Menschen vermittelt. Bei den Alchemisten galten Moses und seine Schwester Maria als Autoren zahlreicher alchemistischer Schriften. Schon in der hellenistischen Zeit gibt es Hinweise auf Zauberbücher, die unter dem Namen Moses' erschienen waren. Ein Zauberpapyrus enthält das VIII. und X. Buch Moses Der Glaube an die Existenz weiterer Moses-Bücher entstand zur Zeit der Reformation, als der Protestantismus die Gläubigen zur Bibellektüre hinführte. Wahrscheinlich im 16. oder 17. Jahrhundert wurde die Überlieferung von dem Magier Moses in ein Buch umgesetzt. Quelle waren Schriften, die der praktischen Kabbala zugerechnet werden müssen. Die endgültige Form erhielt dieses Werk aber im 18. Jahrhundert , als es durch Zusätze aus der magischen Hausväterliteratur ergänzt wurde. Die oben erwähnten Fassungen bestehen aus einer Einleitung, die den Sadock, den Hohepriester Salomos, erwähnt. Dazu kommt eine Anzahl von Tafeln mit Charakteren, Sigillen und Beschwörungen. Das 7. Buch wird auf Rabbi Chaleb zurückgeführt, der zusammen mit Josua die Auffahrt Moses' in den Himmel mit anschaute. Mit diesen älteren Ausgaben haben die seit der Mitte des 19. Jahrhundert s erschienenen Ausgaben, besonders die vier Ausgaben des Verlegers Scheible, nichts mehr zu tun. Der Inhalt der Ausgabe seit dem 20. Jahrhundert besteht aus drei grösseren Schriften: Dem titelgebenden 6. und 7. Buch Moses oder dem magisch-sympathetischen Hausschatz; dem Romanusbüchlein und dem Feurigen Drachen. Diesen drei Schriften sind oft noch Anhänge angefügt. |
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