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Hexenwesen, Satanismus, schwarze Magie
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MOND

Der Mond ist seit der Frühzeit der Menschheit eng mit der Magie und Zauberei verbunden. Nicht die Sonne, sondern der Mond mit seinen wechselnden Phasen regte die Phantasie der Menschen an, sich intensiv mit diesem Gestirn zu beschäftigen, wie zahlreiche Mythen der Völker beweisen. Es gibt heute noch keine sichere Erklärung, weshalb sich der ursprünglich männlich gedachte Mond bzw. Mondgott, den man sich mit Stierhörnern vorstellte, in ein weibliches Wesen verwandeln konnte, das von einer Göttin mit dem Zeichen der Sichel dargestellt wurde. In Babylon betete man die die Mondgöttin Ischtar oder Astarte an. Am Shabattu, zur Zeit des Vollmondes, hatte sie ihre Regel. An diesem Tag durften die Frauen, gleichsam als ob sie die Regel hätten, nicht arbeiten, reisen und bestimmte Speisen essen. Feiertage waren neben dem Vollmond auch die Mondviertel, also der 7., 14., 21. und 28. Tag des Monats. Bei den Ägyptern war Isis, bei den Griechen war ursprünglich Selene die Mondgöttin, die später durch Hekate und Artemis überlagert wurden. Die Römer verehrten sie unter der Bezeichnung Luna. Die besondere Beziehung des Mondes zu den Frauen erklärt sich durch den Zusammenhang des Mondzyklus mit der Menstruation. Die röm. Mondgöttin Luna, die keine eigenen Kultstätten hatte, war eng mit Hekate und Diana verbunden, die beide nachts verehrt wurden und die Funktion der Mondgöttin übernahmen. Der Luna waren die Dreiwege heilig, die durch den zunehmenden, vollen und abnehmenden Mond symbolisiert wurden. Auch im mittelalterlichen Volksglauben spielte der Mond eine wichtige Rolle. Pflanzen, besonders die Hexenkräuter, durften nur bei zunehmendem, abnehmendem oder Vollmond gepflückt werden. Dass der Hexensabbat an bestimmten Mondphasen stattfand, zeigen Darstellungen des Hexensabbats, auf denen ein Sichelmond zu sehen ist. Die dem Mond zugeordneten Tiere, wie Kröte, Schlange und Hase, werden mit den Hexen in Zusammenhang gebracht. Im modernen Hexenwesen ist das Ritual dem Zyklus des Mondes angepasst, den man sich als Göttin in Begleitung des gehörnten Gottes vorstellt. Man trifft sich bei Neumond, der unter der Herrschaft der Selene steht. Der zunehmende Mond ist der Göttin Diana und der abnehmende der Göttin Hekate geweiht.


 

 

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