| Hexenwesen, Satanismus, schwarze Magie |
| Aa-Am An-Az Ba-Be Bh-Bu C D E F G Ha-Hex Hex-Hy Ib-Ki Kl-Lu Ma |
| Me-My Na-Pa Pe-Qu Ra-Sam San-Sco Sec-Sy Ta-Te Th-Vu WYZ |
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MAGIE, abgeleitet von altpersich Magus; urverwandt mit dem deutschen Wort Macht |
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Die Magier waren persische Priester des Zoroasters, von dem zuerst der griech. Historiker Herodot berichtet. Zu den Aufgaben dieser Priester gehörten auch die Astrologie, Medizin und die Beschäftigung mit den „verborgenen Dingen”, die später als die „magischen Künste” oder kurz als Magie bezeichnet wurden. Unter Magie versteht man heute sowohl das Wissen von der Macht der Dämonen und den geheimen Kräften der Natur als auch die Fähigkeit, sich diese geheimen Kräfte dienstbar zu machen. Die Entstehung der Magie reicht bis in die Frühzeit zurück, als man glaubte, die Natur sei wie die Menschen mit Denken, Fühlen und Wollen ausgestattet, zwischen den belebten Dingen der Welt bestünde eine geheime Verbindung. Diese animistische Weltsicht erweckte bei dem Menschen den Glauben, dass er die Dinge genauso ordnen, verändern und seiner Kontrolle unterwerfen könne, wie dies in seinen Gedanken möglich ist. Die Ethnologen Taylor und Frazer definierten die Magie als Verwechslung einer gedanklichen Verbindung mit einer wirklichen. Die Magie ist von der Religion kaum abzugrenzen. Sowohl die Religion als auch die Magie gehen von der Existenz übernatürlicher Mächte aus. Im Gegensatz zum Magier unterwirft sich der religiöse Mensch den übernatürlichen Kräften. Der Magier aber versucht sich diese Kräfte gefügig zu machen. Der Gläubige bittet Gott oder die Götter um etwas, während der Magier die dämonischen Mächte zwingt, ihm dienstbar zu sein. Überhaupt verfolgt der religiöse Mensch keine praktischen Zwecke, während die Magie mehr praxisorientiert ist und immer dann zum Zug kommt, wenn wissenschaftliches Denken an seine Grenzen gelangt. Grundlage der Magie ist die Kenntnis derjenigen Formen und Verfahren, mit denen man übernatürlichen Mächten gegenübertritt. Da eine Unterscheidung zwischen religiösen und magischen Riten unmöglich ist, behilft man sich mit der Wortverbindung „magisch-religiös”. Die Magie kann - je nach den übergeordneten Gesichtspunkten - unterschiedlich eingeteilt werden. Allgemein verbreitet ist die Einteilung in „Weisse” und „Schwarze” Magie, die versucht, die Doppelrolle der Magie in der Gesellschaft zum Ausdruck zu bringen. Was zum Wohl der Gesellschaft gemacht wird, findet am hellen Tag statt, während das Böse und Geheime im Schutz der Nacht betrieben wird. Jede dieser beiden Formen der Magie hat Dämonen, die als Helfer und Vermittler auftreten, und selbstverständlich auch Schutzgottheiten. Wenn man von den Absichten und Zielen absieht und mehr den Inhalt der Magie betrachtet, so lassen sich zwei Formen der Magie unterscheiden: Einmal die Naturmagie, die sich mit den geheimen und verborgenen Kräften der Natur beschäftigt; zum anderen die dämonistische Magie, in deren Mittelpunkt die Dämonen stehen. Obgleich die Anfänge der Magie bis in die Frühzeit der Menschheit hinein zurückreichen, finden sich die ersten schriftlichen Zeugnisse der Magie bei den Ägyptern und altorientalischen Hochkulturen. Der Papyrus Westcart enthält Berichte von Magiern, die dem Pharao ihre Künste vorführen. Die Beschwörungsrituale der Akkader, Babylonier und Chaldäer enthalten Formeln und Anweisungen, mit denen man sich gute Geister dienstbar machen und die bösen abwehren kann. Einen guten Einblick in die Magie der griech-röm. Antike geben die Zauberpapyri. Diese umfangreiche magische Praxis wurde erst in der Spätantike von den Schulen des Neuplatonismus in ein wissenschaftliches System gebracht. Mit den Dämonen, die in grosser Zahl den Raum zwischen Himmel und Erde bevölkern, beschäftigen sich nach Auffassung dieser Philosophen zwei Formen der Magie: Die Theurgie, die man als Magie bezeichnen kann, mittels derer Götter zu Hilfsleistungen bewogen werden sollen, und die Goetie, deren Name schon bei den Griechen, ähnlich wie die Magie, einen negativen Unterton hatte und eine niedere Form der Magie beinhaltet. Das umfangreiche Wissen, das die Antike über die Magie angesammelt hatte, wurde von den dämonologischen Autoren des 16. und 17. Jahrhundert s wiederentdeckt, als sie versuchten, die im Volksglauben verbreitete Dorf- oder Kleinmagie und den von den Hexen praktizierten Schadenszauber in einem System zu ordnen und zu erklären. Ein solches System entwarf Delrio in seinem Buch Disquisitiones magicae 1599. Er teilt die Magie in die natürliche Magie und künstliche Magie ein. Die erstere Form bestehe in der Beschäftigung mit den Geheimnissen der Natur, wozu der Lauf der Gestirne und deren Einfluss auf den Menschen gehören. Sie vermittelte auch die Kenntnis von den Anziehungs- und Abstossungskräften der Natur. Die künstliche Magie, aus der sich die späteren Naturw. entwickelt haben, teilt er in die Magia mathematica und die Magia praestigiatrix ein. Die letztere Form beinhaltet die Taschenspieler- oder Gauklerkünste die auf dem Jahrmarkt ausgeübt werden. Hinter diesen Formen der Magie verbirgt sich die Magia diabolica, die dämonische Magie. Ein Tei der von der Magie ausgeübten Werke ist nur mit Hilfe der Unterstützung Satans und seiner Dämonen möglich. Besonders die Wahrsagekunst kann weder durch eine bestimmte Technik noch durch die Kenntnis von Naturkräften die Zukunft erkennen. Vorsätzlich oder unwissentlich schliesst der Wahrsager einen Pakt mit dem Satan und seinen Dämonen ab, um sein Ziel zu erreichen. |
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