| Hexenwesen, Satanismus, schwarze Magie |
| Aa-Am An-Az Ba-Be Bh-Bu C D E F G Ha-Hex Hex-Hy Ib-Ki Kl-Lu Ma |
| Me-My Na-Pa Pe-Qu Ra-Sam San-Sco Sec-Sy Ta-Te Th-Vu WYZ |
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LUZIFER, hebr. helal: strahlender Morgenstern; griech. phosphoros: lichtbringend, als Subst.: Morgenstern; lat. lucifer: Lichtbringer |
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Bezeichnung für den Satan der Bibel und der christl. Literatur. Ursprünglich wird der Planet Venus mit Luzifer bezeichnet. Der Bedeutungswandel des Namens beruht auf einer Erzählung des alten Testaments: Der Morgenstern habe sich gegen Gott aufgelehnt und wollte über Gottes Sterne seinen Thron errichten und sich auf den Berg der Götterversammlung im äussersten Norden setzen. Aber er wurde zur Hölle hinabgeschleudert. Im zweiten Teil seiner Prophezeiung bezieht sich Jesaja auf einen König von Babylon, der vom Thron gestossen und verdammt wird... Origenes hat in seiner Schrift Peri Archon - über die Ursprünge - den herabgestürzten Morgenstern mit Satan gleichgesetzt. Hierbei bezieht er sich auf Lk. 10,18: „Da sagte er zu ihnen: Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen.” Andere christ. Schriftsteller wie Eusebius von Cäsarea leugneten zwar die Anspielung dieser Stelle auf den Sturz des Satans nicht; sahen darin aber eher einen Hinweis auf das Ende eines Königs von Babylon, möglicherweise sogar des berühmten Nebukadnezars. Es mag sein, dass Luzifer deshalb dämonisiert und mit negativen Eigenschaften versehen wurde, weil er ein alter semit. Lichtgott war, dessen sichtbarer Glanz von den Juden als eine zu starke Konkurrenz für ihren Gott Jahwe gedeutet worden sein könnte. Die biblische Erzählung von Luzifer zeigt auffallende Parallelen mit dem griech. Mythos von Phaeton dem Sohn des Sonnengottes. Von seinem Vate verlangte Phaeton, dass er ihm als Beweis seine Vaterschaft erlaube, die Himmelsrosse zu lenken Trotz schwerer Bedenken erfüllt der Sonnengot diesen Wunsch. Doch der von Phaeton gesteuerte Himmelswagen gerät ausser Kurs und füge der Erde schweren Schaden zu. Da greift Zeus ein und tötet Phaeton durch einen Blitz, so dass er vom Himmel stürzt. Vermutlich hat Lukas in der oben zitierten Stelle diesen Mythos mit einfliessen lassen, indem er den Satan das gleiche Schicksal wie Phaeton erleiden liess. |
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