| Hexenwesen, Satanismus, schwarze Magie |
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LANCRE, PIERRE DE, 1553-1631 |
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Französischer Parlamentsrat und Hexenrichter in Bordeaux. Als im Jahre 1603 das Gerücht auftauchte, dass in Pays du Labourd Hexen ihr Unwesen trieben, wurde er mit der Untersuchung beauftragt. Lancre kam zu dem Ergebnis, dass die 30.000 Bewohner dieses Gebietes von der Hexerei infiziert seien. In kurzer Zeit wurden über 600 Frauen hingerichtet; über 500 Personen entzogen sich durch Flucht dem Verfahren. Diese gross angelegte Hexenjagd kam erst zu einem Ende, als es zu Unruhen kam und der Bischof von Bayonne sich gegen Lancre stellte, weil er Geistliche hinrichten und einkerkern liess. Lancre veröffentlichte mehrere Bücher zum Thema Hexerei. Das bekannteste ist sein 1612 erschienenes Tableau de l'inconstance des mauvais anges - Beschreibung der Unbeständigkeit der bösen Engel -, in dem er seine Erfahrungen bei den Hexenverfolgungen in Labourd beschreibt. In den Geständnissen der Hexen wird ausführlich das Treiben auf dem Hexensabbat geschildert. Seinem Buch ist ein Stich beigefügt, der die Aussagen der Hexen eindrucksvoll illustriert. Ausführlich behandelt Lancre auch die Lykanthropie der Hexen. 1622 veröffentlichte er das Buch L'incredulite et mescreance du sortilege - über die wunderbaren Geheimnisse der Zauberei, 1630 - und Du Sortilege - über Hexerei, 1627. |
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