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Hexenwesen, Satanismus, schwarze Magie
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KANNIBALISMUS, abgeleitet von Caribes, dem Namen der Stämme im Golf von Mexiko und den Westindischen Inseln

Diese Bezeichnung ist seit dem 17. Jahrhundert im Gebrauch. Der Kannibalismus ist in allen Kulturkreisen bekannt und bis in die Gegenwart bei einzelnen Stämmen in Südasien und im Amazonasgebiet praktiziert worden. Man unterscheidet vier Hauptformen:

 

• den symbolischen,
• den rituellen und magischen,
• den fiktiven und
• den realistischen Kannibalismus
 

Der symbolische Kannibalismus findet sich in der Mythologie fast aller Völker der Welt, besonders bei der Weltentstehung, der Versinnbildlichung von Naturvorgängen, der Rache der Götter unter einander etc. So töten in der griech. Mythologie die Titanen den Zeussohn Dionysos und verzehren ihn. Zeus verschlingt seine Gattin Metis, weil sie ihm nach einem Orakel Kinder geboren hätte, die ihn töten würden. Ein bekanntes Beispiel für den rituellen oder mag. Kannibalismus findet sich in der griech. Tragödie Bakchen von Euripides: Dionysos will in Theben seinen Kult einführen. Nur der König Pentheus widersetzt sich diesem Ansinnen, obwohl der Kult von den thebanischen Frauen längst praktiziert wird, allen voran von Agarve, der Mutter des Königs. Als der König heimlich das Treiben der Frauen beobachtet, wird er entdeckt und als vermeintliches Tier zerrissen und verzehrt. Ein berühmtes Beispiel für den fiktiven Kannibalismus gibt Homer in seinem Epos Odyssee, in dem das Treiben des Kyklopen Polyphem geschildert wird. Die ältesten Hinweise für einen realistischen Kannibalismus enthält die Bibel, wo der Kannibalismus als eine der grausamsten Strafen beschrieben wird, die Gott über Völker verhängt, wenn seine Gebote nicht befolgt würden. Im älteren und modernen Satanismus wird der rituelle und realistische Kannibalismus praktiziert, der Teil der Blutmesse ist. Im Jahre 2002 wurde in Rotenburg, Hessen, Armin M. verhaftet, dem vorgeworfen wurde, er habe einen Menschen mit dessen Einwilligung durch Stiche und Schnitte am Hals getötet, dann aufgehängt, zerlegt und Teile seines Körpers verzehrt. Alle Einzelheiten dieser Tat hat er auf einem Videofilm festgehalten. Arnim M., der als „Menschenfresser von Rotenburg” weltweit Schlagzeilen machte, gab an, es gebe in Deutschland eine Kannibalenszene, die über 800 Personen umfassen soll.


 

 

 

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