| Hexenwesen, Satanismus, schwarze Magie |
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JÜNGSTES GERICHT oder Letztes Gericht |
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Bezeichnung im Christentum für ein Gericht am Weltende, vor dem alle Menschen erscheinen müssen, um von dem wiedergekommenen Christus gerichtet zu werden. Dieses Jüngste Gericht muss von dem Besonderen Gericht unterschieden werden, das über jede Seele nach dem Tod urteilt, ob sie in die Hölle, das Fegefeuer oder in den Himmel kommt. Wahrscheinlich ist auch hier Christus der Richter. Hinweise für dieses Gericht unmittelbar nach dem Tod finden sich im Buch der Weisheit und im Johannesevangelium. Das Gericht wird schon auf Erden vollzogen, da die Guten nicht erst gerichtet werden müssen, sondern sofort ins Paradies eintreten. Mit der Einführung des Besonderen Gerichtes löste die Kirche zwar das Problem, zu erklären, wo sich die Seelen bis zum Jüngste Gericht aufhalten, aber es entstanden auch zahlreiche Probleme bei der Abgrenzung der beiden Gerichte. Die Lehre vom Zwischenzustand der Seelen, die sogar vom Papst Johannes XXII. 1331 in Avignon vertreten wurde, erübrigte sich damit. Sie ging davon aus, dass das Schicksal der Seelen bis zum Jüngste Gericht unentschieden sei, wo erst die Scheidung der Guten von den Bösen erfolgen sollte. Der einzige Unterschied zwischen den guten und bösen Seelen bestand darin, dass sich die Guten im Schoss Abrahams vor dem Paradies befanden, während sich die Sünder an einem Ort über der Hölle aufhielten. 1336 wurde diese Auffassung als Irrlehre verurteilt. Im Judentum glaubte man, dass die Seelen diesen Zwischenzustand mit einer Art Schlaf überbrückten. Diese Lehre wurde von christl. Theologen übernommen, weil man glaubte, die Seele sei ohne Körper nicht in der Lage, eine geistige Tätigkeit auszuführen. Wenn sie vom Körper getrennt sei, müsse sie sich in einem Zustand der Bewusstlosigkeit befinden, den man als "Schlaf" bezeichnen könnte. Da über die Guten und Schlechten schon nach ihrem Tod gerichtet wird, hat das Jüngste Gericht vor allem die Aufgabe, die Allmacht Gottes zu zeigen und die Guten über die Schlechten triumphieren zu lassen. Thomas von Aquin meinte z. B., dass durch den Anblick der Qualen der Schlechten die Seligkeit der Guten noch erhöht werde. |
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