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Hexenwesen, Satanismus, schwarze Magie
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HÖLLE, CHRISTLICHE, abgel. von dem Namen der germ. Göttin Hel

In den Religionen zahlreicher Völker unter-schiedlicher Kulturen Bezeichnung für einen Verbannungsort bzw. Strafort der Seelen im Jenseits. Weil man glaubte, diese gefährlichen Seelen würden die Lebenden belästigen, wurde der Ort meistens tief in das Innere der Erde verlegt. Der Zugang zu der Hölle ist durch unüberwindbare Hindernisse für die Lebenden versperrt. Der Hölleneingang wird im Christentum als ein riesiges Drachenmaul beschrieben, das Feuer speit. Die Mythologie verschiedener Völker berichtet jedoch von einer Unterwelts- bzw. Höllenfahrt von Göttern oder Menschen, denen es unter besonderen Umständen gelang, in das Reich der Unterwelt vorzudringen.
Die christl. Vorstellung von der H. ist hauptsächlich geprägt durch die jüd. Tradition, besonders von der des Henochbuches. Der jüd. Volksglaube malte den Strafort der Seelen im Hinnomtal bei Jerusalem in grellen Farben aus. Merkmale der jüd. Hölle sind Feuer, Finsternis und Würmer. Hier halten sich ausser den Seelen der Sünder auch der Teufel und seine Dämonenschar auf. Ob die Juden diese Vorstellung von der H. auch aus der altiran. Religion - wie die nachweisbar spätere Umformung Satans zu einem Widersacher Gottes - entlehnt haben, ist fraglich, weil die Iraner die Hölle als einen Ort des Feuers nicht kannten. In Erwägung gezogen wurden die Übernahmen ind. Höllenvorstellungen. Für das spätere Christentum war die Übernahme dieser jüd. Hölle durch die antiken Vorstellungen vom Jenseits vorbereitet. Der griech. Philosoph Philodemus lehrte als erster, dass das Feuer ein Symbol der Hölle sei.
In der kath. Glaubenslehre ist die Hölle durch folgende Aussagen, die durch das 2. Vatikanische Konzil bestätigt wurden, definiert: Sie sei das Reich des Bösen und der Verdammten, besonders der abgefallenen Engel, über welche der Teufel regiert.
Diese abgefallenen Engel erleiden dort zwei Strafen: Einmal die Poena privativa, d. h. den Verlust ihrer guten Eigenschaften, und zum an-deren die Poena positiva, d. h. die Verleihung von bösen Eigenschaften und ewige Verdammung in der Hölle. Die Höllenstrafen der Verdammten sind ewig. Eine Erlösung des Teufels, wie Origenes lehrte, wird ausgeschlossen. Die Verdammten leiden unter der Qual des Feuers.
Da die H. in völliger Dunkelheit liegt, wollte man - wie z. B. Augustinus - diese Strafen „geistig” auslegen: Die Verdammten seien ewig von der Anschauung Gottes ausgeschlossen. Zu diesen Verdammten, die die ewige Höllenstrafe büssen müssen, gehören diejenigen Menschen, auf deren Seelen im Augenblick ihres Todes die Todsünde lastete. Über die Zahl der Höllenbewohner machte man sich im Mittelalter ebenfalls Gedanken. Im 14. Jahrhundert schätzte der Prediger Berthold von Regensburg, dass höchstens einer von 100.000 Menschen in den Himmel käme. Nach dieser Schätzung hätte die Hölle gewaltige Ausmasse. Von diesem theologischen Bild der Hölle unterscheiden sich die im Volksglauben der christl. Völker verbreiteten Vorstellungen. Cäsarius von Heisterbach z. B. vermittelt einen Eindruck, wie man sich die Hölle im mittelalterlichen Volksglauben vorstellte: Die Höllenqualen werden von ihm in einem kleinen Vers so beschrieben: pix - Pech, nix - Schnee, nox - Nacht, vermis - Wurm, flagra - Peitsche, vincula - Stricke, pus - Eiter, pudor - Scham und horror - Schrecken. Das Bild der christl. Hölle wurde durch Dantes Vorstellungen intensiv beeinflusst.


 

 

 

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