| Hexenwesen, Satanismus, schwarze Magie |
| Aa-Am An-Az Ba-Be Bh-Bu C D E F G Ha-Hex Hex-Hy Ib-Ki Kl-Lu Ma |
| Me-My Na-Pa Pe-Qu Ra-Sam San-Sco Sec-Sy Ta-Te Th-Vu WYZ |
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HARTLIEB, JOHANNES, 1403-1464 |
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Leibarzt von König Albrecht III. von Bayern und seines Sohnes Sigmund. Als man eine Hexe hinrichten wollte, holte er sich die Erlaubnis ein, diese Frau in Gegenwart des Inquisitors über ihre Kunst, Regen und Hagel zu machen, befragen zu dürfen. Als er jedoch erfuhr, dass diese Kunst nicht erlernt werden könne, ohne Gott zu verleugnen und sich dem Teufel hinzugeben, verzichtete er darauf. 1456 veröffentlichte er das Buch der verbotenen Künste, das den Volksaberglauben seiner Zeit zusammenfasst. Die Nigromantie, die er mit der Nekromantie verwechselt, ist für ihn der Überbegriff aller „bösen Künste”. Andere Künste seien die „Geomantie” oder Punktierkunst, die in Sand oder Ton gestochene Punkte unter astrologischen Gesichtspunkten zu deuten versucht, und die Hydromantie, die Bilder auf der Wasseroberfläche interpretiert. Ferner spricht Hartlieb die Aeromantie an, die Wolken und andere atmosphärische Erscheinungen für Weissagungen benutzt, sowie die Pyromantie, worunter die Deutung der Zukunft durch die Formen des Feuers und der Asche verstanden wird. Die Chiromantie, die Kunst des Handlesens, wird von Hartlieb in einem eigenen Buch behandelt. |
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