| Hexenwesen, Satanismus, schwarze Magie |
| Aa-Am An-Az Ba-Be Bh-Bu C D E F G Ha-Hex Hex-Hy Ib-Ki Kl-Lu Ma |
| Me-My Na-Pa Pe-Qu Ra-Sam San-Sco Sec-Sy Ta-Te Th-Vu WYZ |
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GRIMM, JAKOB, 1785-1863 |
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Deutscher Sprach- und
Literaturwissenschafter. Er begründete die germanische Sprachwissenschaft
und die dt. Philologie sowie die germanische Altertumswissenschaft. Gab mit
seinem Bruder Wilhelm die Kinder- und Hausmärchen heraus und zwischen 1816
und 1818 die Deutschen Sagen, ebenfalls in zwei Bde. Neben vielen anderen
Werken, wie Deutsche Grammatik 1819, Deutsche Rechtsalterthümer 1828,
Weisthümer 1840-1878; eine Sammlung bäuerlicher Rechtsquellen in sieben
Bänden usw., veröffentlichte er 1835 die Deutsche Mythologie. In diesem Werk
vertrat er die Ansicht, dass das Hexenwesen aus dem dt. Altertum stammt. Die
Deutschen verfügten über ein ausgebildetes Zauberwesen und kannten schon
Zauberer, besonders aber „weise Frauen”, die sich auf dem Gebiet der Magie
und der Weissagung betätigten. Für zahlreiche Vorstellungen des
Hexenglaubens, die aus der Vorstellungswelt anderer Völker, besonders aus
der antiken Mythologie und Religion nach Deutschland eingedrungen sind,
suchte er nach Entsprechungen im germanischen Volksglauben. |
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