| Hexenwesen, Satanismus, schwarze Magie |
| Aa-Am An-Az Ba-Be Bh-Bu C D E F G Ha-Hex Hex-Hy Ib-Ki Kl-Lu Ma |
| Me-My Na-Pa Pe-Qu Ra-Sam San-Sco Sec-Sy Ta-Te Th-Vu WYZ |
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GNOSIS, von griech. gignoskein: erkennen, kennen lernen, einsehen |
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Bezeichnung für eine esoterische Religionsbewegung, die ihre Blütezeit im 2. und 3. Jahrhundert nach Christus hatte. Die Grundgedanken ihrer Lehre sind dem Neuplatonismus, Christentum und orientalischen Religionen entnommen. Von den zahlreichen Richtungen der Gnosis ist die bekannteste der Manichäismus. Die Weltentstehung nimmt ihren Anfang aus einem Urzustand, dessen Verkörperung Gott, der Inbegriff des Guten, ist. Um das Böse und alle Unvollkommenheiten in der Welt zu erklären, ist der eigentliche Weltschöpfer ein weniger vollkommenes Wesen, der als Sinnbild der Unvollkommenheit und Unwissenheit dem höchsten Gott untergeordnet ist. Durch diesen Dualismus von Gut und Böse setzt sich die Gnosis in Widerspruch zum Christentum, das das Böse aus dem Willen ableitet. Der Weltverlauf findet seine Entsprechung in der Stufenfolge von Heiden-, Juden- und Christentum. Das Heidentum ist aus gnostischer Sichtweise gleichsam das Sichtbarwerden der Materie, die, als Inbegriff alles Bösen, Gott gegenüberstünde. Die Götter der Heiden verkörperten nur Naturkräfte und die niederen, sinnlichen und bösen Triebe der Menschen. Die Heiden seien die Diener Satans und ihre Götter Dämonen, die den Menschen täuschten, um göttliche Verehrung zu erlangen. Das Judentum sei die Verkörperung des Demiurgen, der wie seine endliche Schöpfung ein Ende nehmen müsse. Weil die Gnosis diesen Demiurgen mit dem Gott des alten Testament gleichsetzte, kommt ein antisemitischer Grundzug in die gnostische Lehre hinein. Der ganze Weltverlauf finde seinen Abschluss im Christentum. Denn dieser Demiurg, der nur die äusserliche Gerechtigkeit kenne und als Gott der „strafenden Gerechtigkeit” bezeichnet werde, müsse es gerecht finden, dass er, nachdem er Jesus getötet habe, selbst den Tod finde. Er hätte sich mit seinen Dämonen Jesus widersetzt und einen scheinbaren Sieg davongetragen. Durch den Tod Jesu ist dem alttestamentarischen Gesetz Genüge getan. Diese drei Stufen des Entwicklungsprozesses der Welt bezeichneten die Gnostiker auch als das „Reich der Finsternis” oder Materie, als Reich der Seele, welches das Gebiet des Demiurgen ist, und als Reich des Geistes, dessen Symbol Christus ist, in welchem sich die höchste Gottheit offenbart. Die Kirchenlehrer, welche die G. entschieden bekämpften, setzten den Demiurgen mit dem Satan gleich und erklärten den Sieg Jesu über den Demiurgen durch die christl. Erlösungslehre. Nach Ansicht des Kirchenlehrers Irenäus war der Mensch durch die Übertretung der Gebote Gottes von Adam bis Christus in die Gewalt des Satans geraten. Wie die Menschen dem Demiurgen unterstünden, so hatte der Satan wegen der begangenen Sünden der ersten Menschen einen Rechtsanspruch auf die Menschen. Um die Menschen zu befreien, musste ein Mensch, der ohne Sünde war, nämlich Jesus Christus, auftreten, der sich dem Satan entgegenstellte und ihm das einst freiwillig eingeräumte Recht über die Menschen streitig machte. Dem Satan konnte sein Recht auf die sündigen Menschen nicht mit Gewalt entrissen werden, sondern er musste dafür einen Ersatz bekommen. Der Lösepreis war das Blut Christi. Weil Jesus sein Blut für die Menschen vergoss, wurden sie aus der Gewalt des Satans befreit und Satan selbst gefangengesetzt. Die Entmachtung Satans war zugleich auch ein Sieg über den Tod. |
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