| Hexenwesen, Satanismus, schwarze Magie |
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FAUST, DR. |
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Name des berühmtesten Teufelsbündners und Satanisten aus dem 16. Jahrhundert Hinter diesem Namen verbirgt sich höchstwahrscheinlich die historische Persönlichkeit des Alchemisten, Magiers und Zauberers Johannes Faust, der um 1480 in Knittlingen, Baden-Württemberg, geboren wurde und 1536 oder kurz vor 1540 in Staufen, Breisgau, gestorben ist. Faust dürfte nach 1507 in Heidelberg Theologie studiert haben, war dann in verschiedene Städten wie Bamberg, Nürnberg usw. 1513 so er in Erfurt gewesen sein, wo sich, wie manch Faustforscher meinen, sein Wohnhaus in der Schlösserstrasse befunden haben soll. Ob er in Kraka, Polen, war, ist nicht sicher, wäre aber denkbar, da Krakau damals ein Zentrum der Astrologin Alchemie und verbotener mag. Künste wie Chiromantie und Nigromanti war. Als relativ gesichert ist anzunehmen, dass auf dem Gebiet der Naturphilosophie bewandert war und zu humanistischen Gelehrtenkreise Kontakt hatte. Die Esage ist eine Vermischung von Berichten über Faust und älteren Zaubergen schichten. Aus der Esage entwickelte sich ei. Volksbuch, das 1587 unter der Titel Historia von Dr. Joh. Faust bei J. Spies Frankfurt am Main erschienen ist. Dieses Buch un eine um 1575 niedergeschriebene Wolfenbüttle Handschrift haben wahrscheinlich eine gemein same, nicht erhalten gebliebene Quelle. Unter dem Namen Faust sind einige Zauberbücher au dem 17. und 18. Jahrhundert überliefert: Dr. Fausts grosser und gewaltiger Höllenzwang, Dr. Fausts Mira kel, Kunst- und Wunderbuch oder der schwarze Rabe, Dr. Fausts grosser gewaltiger Meergeist und Dr. Faust vierfacher Höllenzwang. Dass all diese Werke au ältere Zauberbücher zurückgehen, ist deutlich sichtbar. Die Figur des E. kehrt bis heute in det unterschiedlichsten Kunstformen wieder. Da älteste überlieferte Drama ist The tragical histor of Doctor Faustus des engl. Dramatikers Christopher Marlowe, das 1604 erschienet ist. Weiter sind eine Komödie zu Beginn de: 17. Jahrhunderts , ein Puppenspiel, das ab 1746 beleg ist, und natürlich Faust, Teil 1 1808 und Faust Teil 11 1832 von Johann Wolfgang von Goethe zu nennen. Aber auch in der Musil wurde das Ethema immer wieder als Vorlage genommen. Zu den bekanntesten Werken gehören sicher die Oper Faust 1859 von Charles Gounoc, die Faust-Sinfonie 1857 von Frans von Liszt sowie Ferruccio Busonis Doktor Faust, um nur einige Beispiele zu nennen. Verfilmt wurde Goethes „Faust” 1926 von Friedrich Wilhelm Murnau und 1960 von Gustaf Gründgens, der als Schauspieler mit seiner Verkörperung der Figur des Mephistopheles seine grössten Erfolge feierte. |
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