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Hexenwesen, Satanismus, schwarze Magie
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ENGEL, abgeleitet von griech. angelos: Bote, Abgesandter, Nachricht, guter oder böser Engel

Im Neuen Testament Glaubens- oder Sendbote. Bezeichnung im Christentum und Islam für ein körperloses Wesen, das u. a. als Bote Gottes tätig ist. Auch die altiran. Religion kennt die Gestalt des Engels, wie sie auch durch die Bibel bezeugt wird, die im Danielbuch einen Engel der Perser und Meder erwähnt. Von dem Dämon unterscheidet sich dieses Wesen durch seine guten Eigenschaften. Schon in frühchristl. Zeit setzte eine Entwicklung ein, die die Vorstellungen vom bibl. Engel mit dem antiken Glauben an Dämonen und der Lehre von den Planetengeistern verband. Im 13. Jahrhundert ist diese Entwicklung abgeschlossen, wie das Beispiel des Thomas von Aquin zeigt, der für E. die Bezeichnung „Intelligentia” benutzt. Im AT werden die Engel als „ha elohim” bezeichnet. Wahrscheinlich waren sie einmal eigenständige göttliche Wesen, die von dem jüd. Eingottglauben zu einer himmlischen Schar Jahwes abgewandelt wurden. Sie sind das „Heer des Himmels”, wie sie oft bezeichnet werden. Auch einzelne E. werden genannt, wie Michael, Gabriel und Raphael. Da sie unkörperlich sind, können nur jene sie sehen und hören, für die die Botschaften Gottes bestimmt sind. Auch im neuen Testament haben die Engel als Geschöpfe Gottes einen festen Platz in der Lehre Jesu. Jesus und seine Jünger gerieten hierdurch in Opposition zu den Sadduzäern, die die Existenz der Engel leugneten. Bekannte Beispiele für Auftritte von Engeln im neuen Testament sind: Der Engel Gabriel verkündet die Geburt Jesu, dem später selbst Heerscharen von Engeln in der Wüste dienen. Petrus wird von Engel aus dem Gefängnis befreit, und Paulus wird auf der Fahrt nach Rom von einem Engel getröstet. Die wichtigsten Aussagen der christl. Engellehre, die ein Lieblingsthema der frühchristlichen Kirchenlehre waren, sind: Die Engel sind reine Geistwesen, unveränderlich und unvergänglich und den Gesetzen des Raumes nicht unterworfen. Gott hat sie aus dem Nichts erschaffen. Damit wird die in der Frühzeit des Christentums verbreitete Lehre zurückgewiesen, die die Engel als Geschöpfe aus der Substanz Gottes interpretierte. Zwischen der Natur der Engel und Gott bestünde, so die Gegner dieser Auffassung, ein grundlegender Unterschied, weil der Schöpfer nichts mit seinen Kreaturen gemeinsam habe. Sie seien nur dessen Bild oder Abglanz. Sie hätten auch keinen ätherischen oder feinstofflichen, lichtartigen Körper, wie das Konzil von Nicäa 787 festlegte. Diese Lehre wurde später aufgegeben. Thomas von Aquin und die Mehrzahl der christl. Theologen vertraten die Meinung, dass die Engel nicht wie der erste Mensch aus einem Stoff erschaffen worden seien, weil dies ihrer Geistnatur widerspreche. Sie seien aber nicht überall gegenwärtig, sondern immer nur an bestimmten Orten. Ihr Aufenthaltsort sei der Luftraum zwischen Gott und der Erde. Sie hätten einen freien Willen, könnten lieben und hassen. Wegen ihrer übermenschlichen Verstandeskräfte könnten sie sich nicht irren. Aber ihre Erkenntnis habe Grenzen. Denn sie vermögen nicht die Geheimnisse Gottes und die Gedanken der Menschen zu erkennen. Ausserdem sei es ihnen nicht möglich, von zukünftigen Dingen ein Wissen zu haben. Da ihnen die Herrschaft über die sichtbare Ordnung übertragen sei, würden den Engel unterschiedliche Aufgaben übertragen. Nach Origenes habe Raphael die Aufsicht über die Kranken, Gabriel über die Kriege, Michael über das Gebet. Die christl. Gemeinden stünden unter der Aufsicht bestimmter Engel. Wie bei den Menschen gäbe es auch bei den Engel eine Rangordnung. Schon der Kirchenlehrer Ambrosius unterschied mehrere Chöre oder Rangordnungen der Engel. Ein grosses Problem für die christl. Theologen bestand darin, den Abfall eines Teiles der Engel von Gott zu erklären. Als Gründe für Abfall und Bestrafung werden die Engelsünde, nämlich Neid und Hochmut angeführt, die den Anführer der Engel, Luzifer, veranlasst hätten, sich Gott zu widersetzen. In der jüd. Überlieferung und im Koran wie ein konkreter Anlass genannt. Als nämlich Gott den ersten Menschen erschaffen hatte, verlangte er von den Engel, dass sie ihm ihre Verehrung erwiesen. Ein Teil von ihnen habe dies abgelehnt. Für die anderen bösen Engel, ausser für Satan, wir in der Bibel als Grund für ihren Sturz der sexuelle Verkehr mit den Töchtern der Menschen angedeutet.
Nach Ansicht vieler frühchristl. Kirchenlehrer wurden die Engel wegen „ihrer Fleischeslust aus dem Himmel verbannt. Das Henochbuch kennt eine andere Version, die Milt dichterisch verarbeitete. Am zweiten Tag d Schöpfung sei es unter den Engel zu einem Kam gekommen, weil ein Teil von ihnen den Versus Satans unterstützte, den Platz Gottes einzunehmen. Diese rebellischen Engel unter Führung Luzifers wurden von Michael besiegt und in d Hölle verbannt.
Aber dieses Schicksal traf nicht alle bösen Einige blieben auf der Erde, um den Mensch zum Bösen zu verleiten.


 

 

 

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