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ELBEN (FEEN)

Nach der Vorstellung der alten Germanen sind die „Alben” eine Gattung mythologischer Wesen wie auch Riesen, Wanen, Asen u. a. Snor Sturluson unterscheidet in seiner Edda zwischen Lichtalben, die schöner als die Sonne sind, Dur kelalben, mit denen sich durchaus dämonisch Vorstellungen verbinden, sowie Schwarzalbes die er mit den Zwergen gleichsetzt. Dementsprechend unterschiedlich ist auch die sonstig europäische Überlieferung im Hinblick auf die Elben - der Name „Elfe” hat im Deutschen er durch die Rezeption englischer Schriftsteller zum Ende des 18., Anfang des 19. Jahrhunderts Einzug gehalten. Bei den Kelten verschwimmt der Unterschied zwischen Elfen und Feen. Unter letztere werden sowohl Wesen verstanden, die mehr oder minder dämonischen Elementargeister entsprechen, als auch Feen im engeren Sinn, a so menschenähnliche Wesen, die wie die „Sidhe unter Hügeln leben und positive wie negativ Eigenschaften in sich vereinen. Viele keltische Heldengestalten sind aus einer Vereinigung von Feen und Menschen entstanden, wie sich auch die antiken Nymphen und Dryaden etc. mit de Menschen verbinden konnten. Die Möglichkeit einer sexuellen Verbindung zwischen Menschen und Geistwesen ist schon in der Bibel angelegt wo sich nach Gen. 6,1 ff. „die Söhne Gottes: also die Engel, mit Menschenfrauen vermischt haben, was z. B. nach dem apokryphen heI Henoch-Buch eine Ursache für den Engelsturz gewesen sein soll und worin manchmal auch der Ursprung der Elben gesehen wurde. Henoch berichtet, dass die Lüsternheit die Engel zu Fall gebracht habe.
In der deutschen Literatur des Mittelalte sind die Elben ebenfalls ambivalente Wese doch zeigen sie hier schon deutlich dämonische Züge. Nach Albrecht von Halberstadt sind s gestürzte Engel, die an der Erdoberfläche haft( geblieben sind, und in der Praxis criminalis von Benedict Carpzov soll der Teufel mit den Hexen die Eiben zeugen. Begriffe wie „Albtraum” und „Albdrücken” spiegeln die dämonische Seite der Eiben wider, die in der deutschen Volksüberlieferung zunehmend als Schadensgeister, die dem Vieh das Blut aussaugen, Kinder stehlen bzw. austauschen, Quellen versiegen lassen, Krankheiten über Mensch und Vieh bringen etc. wahrgenommen werden.
Andererseits gehen die im deutschen Volksglauben zahlreichen häuslichen Hilfsgeister wie Heinzelmännchen, Wichtelmännchen und Kobolde ebenso auf elbische Vorstellungen zurück. Der Begriff „Kobold” bedeutet auf Hochdeutsch im übrigen nichts anderes als „Hauswalter”
- nur eben einen Hauswalter, der für Streiche und Schabernack ebenso wie für Hilfe und gute Taten verantwortlich ist.
Aus der geschilderten Vielfalt elbischer Vorstellungen, die gute wie böse und ebenso „neutrale” zum Guten wie zum Bösen hin offene Geister umfasste und deren Abgrenzung zu den Elementargeistern und Dämonen nie deutlich war, speiste sich auch die Vorstellung von Eiben als Dienst- und Hilfsgeistern von Hexen.


 

 

 

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