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In den altindischen
Mythen, Literatur- und Kunstwerken und im Volksglauben gibt es eine Vielzahl
von Geistwesen, die das Böse und die Schattenwelt symbolisieren. Wie die
altorientalischen Dämonen werden sie oft in Tiergestalt oder als Mischwesen
von grässlichem Aussehen dargestellt. Die wichtigsten Dämonengruppen bzw.
dämonische Einzelwesen sind:
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ASURAS sind
übernatürliche Kräfte. Sie können einen Körper annehmen, der aber so
fein ist, dass sie leicht in einen menschlichen Körper oder in ein Haus
eindringen können. Sie verkörpern alle Mächte der Natur und besonders
Krankheiten, denen der Mensch hilflos ausgesetzt ist. Die
„Tätigkeitsgötter” leiten die spätere Mythologie von dem Stammvater
aller Geschöpfe, Priyapati ab. Er brachte neben den Göttern auch diese
dämonischen Wesen hervor. Da sie die Lüge, die Falschheit und das Böse
lieben, wurden sie von den Devas verstossen. Der berühmteste Asura ist
Jalamdhara, dem es sogar einmal gelang, die Götter eine zeitlang aus dem
Himmel zu vertreiben.
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BHUTA:
Gespensterhafte Wesen, die Seelen von Verstorbenen, die gelegentlich die
Gestalt von Riesen, Pferden etc. annehmen können. Ihre Anführer sind
Kalkuti und Aparajita. Um sie in Schranken zu halten, werden sie von dem
Schutzgeist Bhutadamara bewacht und notfalls vertrieben. Bhutas
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DAITYA: Name einer
Untergruppe der Asuara. Sie stammen von der Göttin Aditi ab. Als sie
gegen die Götter rebellierten, wurden sie von dem Gott Indra überwunden.
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DAKINI: Dämonische
Wesen von Luftgestalt, die gegenüber Menschen als tanzende, nackte
Frauen auftreten. Sie gelten als Helferin der Göttin Kali. Nach dem ind.
Volksglauben sollen sie Menschen verschlingen.
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PUTANA: Eine
dämonische Hexe, die kleine Kinder tötet.
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PRETA: Totengeister,
die man sich als Gerippe oder spindeldürre Wesen vorstellte. Zu P.
werden Menschen, die nicht bestattet wurden. Ihre Wohnorte sind Einöde
und Friedhöfe.
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PISAKAS: Dämonen von
fürchterlichem Aussehen. Sie leben vom Fleisch der Leichen und trinken
deren Blut.
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RAKSHASA: Besonders
bösartige Dämonen, die eine menschähnliche Gestalt haben. Als Wohnort
wählen sie sich Friedhöfe, wo sie sich auch vom Fleisch der Verstorbenen
ernähren. Ihre bevorzugten Opfer sind schwangere Frauen.
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YAKSHA: ursprünglich
Schutz- und Fruchtbarkeitsgötter. Nicht alle Y. sind gefährliche
Dämonen. Sie lieben es besonders, die Menschen bei der Meditation zu
stören.
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YATUDHANA: ASURAS,
die die Opferhandlung stören.
Aus den Göttern, denen
ein grausamer, zerstörerischer und böser Charakter zugeschrieben wird, ragt
die Göttin Kali hervor.
Seit dem 19. Jahrhundert ist sie unter den europäischen und amerikanische
Satanisten bevorzugteste Göttin, wenn sie ihre Lehre mit indischem
Gedankengut bereichern. Kali, deren Name „die Schwarze” bedeutet, stellt die
weibliche Seite des Gottes Shiva dar.
Neben diesem ausgesprochen weiblichen Charakter, der Züge der uralten
Glaubensvorstellung von der Erdmutter in sich vereinigt, gilt sie als ein
sehr negatives und grausames Wesen. Diesen Aspekt der Göttin Kali bringt ihr
Beiname „Durga” - die schwer Zugängliche - oder Mahakali - „die grosse
Schwarze" - zum Ausdruck. Sie wird dargestellt mit einem schwarzen Körper,
dessen blutrote Augen hervorstechen. Sie hat vier Arme und ihre Zunge ist
gierig herausgestreckt. An ihrem Hauptfest in Kalkutta werden Tausende von
Tiere geschlachtet, die die Menschenopfer der früheren Zeit ersetzen. |