| Hexenwesen, Satanismus, schwarze Magie |
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| Me-My Na-Pa Pe-Qu Ra-Sam San-Sco Sec-Sy Ta-Te Th-Vu WYZ |
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BOULLAN, JOSEPH ANTOINE, 1824-1893 |
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Katholischer Priester, dem Huysmans in seinem Roman La bas - Ganz unten - ein literarisches Denkmal setzte. Zunächst bemühte sich Boullan, die Wunderheilung von La Salette, die 1846 stattfand, einem breiten Publikum bekannt zu machen. Dabei lernte er eine Nonne namens Adele Chevalier kennen, mit der er eine Sekte gründete. Mittelpunkt des Rituals war zwar noch die katholische Messe, die aber starke sexualmagische Züge aufwies. Diese Schwarzen Messen erfreuten sich in den gehobenen Kreisen von Paris einer gewissen Beliebtheit. Es kann sogar als gesichert gelten, dass er ein uneheliches Kind der Nonne bei einer dieser Messen opferte. Als dies bekannt wurde, wurde er zeitweilig im Officium Sanctum in Rom inhaftiert. Nach seiner Freilassung setzte er seine satanischen Praktiken fort, die er geschickt durch einen pseudoreligiösen Anstrich zu tarnen verstand. In Lyon gelang es ihm, Anhänger des gerade verstorbenen Vintras um sich zu scharen. Zu seinen Anhängern gehörte auch Oswald Wirth, der gleichzeitig Sekretär von Stanislas de Guaita war. Wegen der sexualmagischen Praktiken wurde Boullan von Guaita vor einem Ehrengericht der Eingeweihten in Paris angeklagt und zum mag. Tod verurteilt 1887. Bis zum natürlichen Tod 1893 entbrannte ein heftiger Kampf zwischen diesen beiden Magiern, der mit Beschwörungen und Schwarzen Messen geführt wurde. Boullan wurde von seiner Freundin Julie Thibault, die über paranormale Fähigkeiten verfügt haben soll, von den Schritten Guaitas gegen ihn unterrichtet. So soll Guaita ein Porträt in einen Sarg gelegt haben, um Boullan durch Sympathiemagie zu töten. Als Beweis für die Richtigkeit der Mitteilungen seiner Freundin zeigte Boullan Beulen, die sich auf seinen Körper gebildet haben sollen. Um sich vor den Angriffen seines Rivalen zu schützen, bediente sich Boullan eines zweiten hellsichtigen Mädchens. Den Anhängern Guaitas wurde sogar unterstellt, sie hätten versucht, diese Frau zu vergiften, damit sie Boullan nicht länger vor mag. Angriffe warnen könnte. Guaita verfügte angeblich über die Fähigkeit, Gift so zu zerstreuen, dass es über eine räumliche Entfernung hinweg noch wirksam war. Das Mädchen rächte sich, indem sie einen magischen Gegenangriff unternahm. Guaita soll tatsächlich krank im Bett gelegen und wie ein aufgeblasener Ballon ausgesehen haben. Der Krieg zwischen diesen beiden Magiern erreichte Anfang 1893 seinen Höhepunkt. Boullan erwachte eines Morgens durch das Geschrei eines schwarzen Vogels, was von seinen Anhängern als Signal für einen neuen Angriff Guaitas gedeutet wurde. Boullan verlor das Bewusstsein, und es hatte den Anschein, als würde er ersticken. Er wachte zwar wieder auf und erholte sich, aber am nächsten Tag verstarb er. Seine Freunde waren fest überzeugt, er sei durch Hexerei gestorben. |
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