| Hexenwesen, Satanismus, schwarze Magie |
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| Me-My Na-Pa Pe-Qu Ra-Sam San-Sco Sec-Sy Ta-Te Th-Vu WYZ |
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AGRIPPA VON NETTESHEIM, HEINRICH CORNELIUS |
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Eigentlich Heinrich Cornelisi; 1486-1535; Arzt und Gelehrter, der auf fast allen Gebieten der damaligen Wissenschaft tätig war: Agrippa gehörte zu den schillerndsten Figuren seiner Zeit und war einer der Väter der abendländischen Geheimwissenschaft. Sein abenteuerliches Leben führte ihn an alle Universitäten Europas, wo er auch Bekanntschaft mit den vielfältigen Spielarten der okkulten Wissenschaften machte. Agrippa, der als Universalgelehrter das gesamte damalige Wissen über Magie, Astrologie, Medizin u. Naturphilosophie in sich vereinte, versuchte mit Hilfe der Kabbala und des Neuplatonismus, ein mag. System zu entwerfen, das mit den Lehren des Christentums vereinbar ist. Deshalb trägt sein wichtigstes Werk auch den Titel De occulta philosophia sive de magia, das auch in deutscher Übersetzung unter dem Titel Über die geheime Philosophie in verschiedenen Ausgaben erschien. Das 4. Buch, das nach dem Tod Agrippas veröffentlicht wurde, stammt sicherlich nicht von ihm, weil es eine Zusammenfassung der ersten drei Bücher darstellt. Wierus, der Schüler Agrippas, hat ebenfalls die Verfasserschaft As. bestritten. Die Stellung Gottes als Herr der Welt bleibt zwar unangefochten, aber er bedient sich auch der Hilfe von Dämonen, um seinen Willen durchzusetzen und seine Pläne zu verwirklichen. Das Weltall, das stufenförmig aus der Erde, dem Himmel, dem Reich des Geistes und der Geister aufgebaut ist, wird von einer Weltseele durchdrungen. Der Mensch ist als Mikrokosmos ein Abbild des Makrokosmos, der von Gott und dem Weltall dargestellt wird. In diesem Weltbild spielen Astrologie und Magie eine wichtige Rolle, weil sie dem Menschen ermöglichen, in das Reich des Geistes einzudringen und Gott zu ergründen. Da sich Agrippa während seines Aufenthaltes in Metz für einen Mann einsetzte, der der Hexerei angeklagt war, zog er sich den Hass der Inquisitoren zu. Sie erreichten sogar, dass er bei Kaiser Karl V in Ungnade fiel und nach Grenoble ins Exil gehen musste. Die Grausamkeit und die Bestechlichkeit der Inquisitoren griff er in seinem Werk Über die Eitelkeiten der Wissenschaften an. Man verdächtigte Agrippa auch, er habe in seinem Hund einen dämonischen Helfer. Bodin hat im Anhang zu seinem Werk De la Demonomanie des Sorciers zu dieser Frage Stellung genommen. |
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