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Urmonotheismus, Monotheismus |
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Die Lehre vom
Urmonotheismus, die unter der Ein- und Nachwirkung einer geschichtlich
verstandenen biblischen Urgeschichte entstand, geht davon aus, dass bereits
die älteste Menschheit den Glauben an Einen Gott gekannt habe. Dieser
Theorie, die vom 18. Jahrhundert an besonders von J. F. Lafitau, Andrew Lang
und vor allem Wilhelm Schmidt vertreten wurde, steht der Polytheismus als
Abfall von dem einen Gott als Folge der Sünde gegenüber. W. Schmidt meinte
zudem, aufgrund seiner Untersuchungen bei den Naturvölkern, Zeugnisse für
den Glauben an ein „Höchstes Wesen" gefunden zu haben. Doch diese sog.
„Höchsten Wesen" sind in ihrer Erscheinungsweise recht verschwommen. Des
weiteren hat die Ethnographie gezeigt, dass sich über eine Urreligion keine
historischen Aussagen machen lassen und dass die ethnographischen Zeugnisse
keinesfalls zu den Anfängen der Menschheit zurückführen. |
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