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Umma |
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Vom Koran her ist das
Wort Umma in seiner Bedeutung nicht eindeutig. Die Umma ist, wie sich
bereits zu Lebzeiten Muhammads zeigt, wo ein Wandel der Umma der Araber in
die Umma der Muslime zu verzeichnen ist, eine politische Körperschaft, eine
übernationale Einheit und zugleich die Gemeinschaft der Gläubigen. Dieses
für Nichtmuslime schwer nachvollziehbare Geflecht lässt sich am ehesten so
erklären: Was dem Nomaden sein Stamm, dem Städter seine Familie bedeutet,
ist für den Muslim gleich welcher Rasse und Kultur die Umma. Sie ist der
Ort, wo der Muslim sich am stärksten des Zusammenhaltes aller Gläubigen
bewusst wird. Aufgabe der Umma ist es, den Glauben nach innen wie aussen zu
verteidigen und zu verbreiten. Der Glaube ist denn auch nicht nur eine
persönliche Angelegenheit, die im tiefsten Innern des Menschen ihren Ort
hat, sondern der Glaube drängt nach aussen, durchtränkt alle Lebensbereiche
der muslimischen Gemeinde, so dass die Umma mehr einen kollektiven als
individuellen Charakter hat. Die Gemeinschaft der Umma versteht sich als
Träger des göttlichen Willens im Diesseits, als Instrument, um den Glauben
an Gott und seinen Gesandten Muhammad über die Erde auszubreiten, so dass
die ganze Erde die eine Umma werde. Aufgrund dogmatischer Streitigkeiten kam
es im Islam zur gegenseitigen Absprache der Zugehörigkeit zur Umma, was zu
Schismen führte und zur Sektenbildung beitrug. |
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