eso-shopping Partnerprogramm
 
Web sphinx-suche.de
Moviestreaming, filmdownloads etc..  Bücher
Religionen
A-Ani   Ant-Az   B-Bo  Br-C   D-Ep  Er-Fe   Fr-Gl   Gn-Gz   H-He   He-Hz   IJ   K
 L-Men  Mes-N   OPQ   R  S-Schu   Schu-Sz  Ta-Ti   To-Tz   U-Z
 

Toleranz

1. Der Gedanke der Toleranz stammt wesentlich aus der Bemühung, die Tatsache weltanschaulich-rel., politischer und kultureller Verschiedenheit zu bewältigen. Denn diese konfrontiert mit dem Konfliktpotential z.B. gegensätzlicher Wahrheitsüberzeugungen, ausgrenzender Vorurteile, politischer Gegensätze, ungleichmässiger Machtverteilung (Minderheitenproblem) usw. Gegenüber allen totalitären „Problemlösungen" bedeutet Toleranz den Versuch der Koexistenz und Duldung. So ist sie eine Basisbedingtheit des demokratischen Zusammenlebens und des für das Gemeinwohl erforderlichen Zusammenhandelns. Demgemäss hat Toleranz ihre Grenze in der Nicht-Duldung totalitärer Intoleranz.

2. Üblicherweise unterscheidet man zwischen formaler Toleranz und inhaltlicher Toleranz.
Erstere besteht vor allem in der Duldung des Widersprüchlichen und Andersartigen. Da Gegensätze nicht einfach aufgehoben werden können, schon gar nicht durch Druck, ist sie eine Forderung der Vernunft angesichts der Tatsache des Pluralismus. Sie erweist sich, kritisch betrachtet, allerdings doch als eine eher passive, auf blosse Konfliktvermeidung ausgerichtete Verhaltensregel. Sie belässt Verschiedenheiten und Gegensätze unbefragt, ja verbietet eigentlich jeden Versuch eines partnerschaftlich-kritischen Austausches. So bleiben aber Vorurteile unkorrigiert bestehen, werden Widersprüche nicht bearbeitet, ist ein gegenseitiges Kennen- und Verstehenlernen kaum möglich. So kann formale Toleranz mit ideologischer Überheblichkeit, Abgrenzungsmentalität und Chancenungleichheit (politisch, ökonomisch) verbunden sein.

3. Inhaltliche Toleranz besteht in der „freien Anerkennung" des Verschiedenen und Gegensätzlichen. Wenn sie darauf abhebt, dass niemand den vollen Besitz der Wahrheit für sich in Anspruch nehmen, dass vielmehr jeder von jedem auch lernen kann, so muss das nicht zum Relativismus führen. Vielmehr ist sie grundsätzlich darauf ausgerichtet, dass Menschen in verschiedenen kulturellen, religiösen, politischen Traditionen leben und dass sie ihre Überzeugungen auf dem Weg ihrer lebensgeschichtlichen Einbindung gewinnen. Es geht also fundamental um die aktive Anerkennung der je eigenen, vom Gewissen getragenen Überzeugungswahrheit und des personalen Rechtes auf andersartige Selbstbestimmung. Darüber hinaus bedeutet inhaltliche Toleranz die positive Kenntnisnahme des Verschiedenen, insofern es die eigene Überzeugung bereichern kann. Bei aller Standpunktfestigkeit und bei aller Ablehnung z.B. eines interreligiösen Synkretismus bleibt doch die Tatsache bestehen, dass sich verschiedene Überzeugungen und Lebensperspektiven gegenseitig stimulieren und ergänzen können. So sind auch gegenseitige Kritik, gemeinsame Abarbeitung repressiver Lebensbedingungen und partnerschaftliche Lebensgestaltung möglich.

Das bislang Gesagte gilt spezifisch für die religiöse Toleranz. Fern aller überheblichen Abgrenzung betont das II. Vatikanische Konzil in seiner „Erklärung über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristl. Religionen" die Würde jeder Religion und versteht Religionen grundsätzlich als Heilswege. Dabei geht es insofern nicht bloss um eine formale, sondern um eine inhaltlich-engagierte Toleranz, als der Text eine reale Ehrfurcht vor den nichtchristlichen Religionen zeigt. Solche Toleranz macht es möglich, einander zu begegnen, sich Erfahrungen mitzuteilen und auch Verschiedenheiten produktiv herauszustellen. In der „Erklärung über die Religionsfreiheit" wird das Recht auf religiöse Selbstbestimmung betont und abgeleitet von der im Gewissen gegebenen personalen Selbstverantwortung jedes Menschen. Gerade weil jeder Mensch von Gott gerufen ist, auf dem ihm von seinen geschichtlichen Lebensbedingungen her möglichen Weg zum Heil zu gehen, darf niemand gegen seine Überzeugung zu irgendeiner bestimmten Religion: gezwungen werden und ist es unabdingbar, den aus eigener Überzeugung gewonnenen religiösen Weg jedes Menschen anzuerkennen.
Christlicher Glaube hält ja daran fest, dass der Heilswille Gottes universal ist und dass die Christen vor der eschatologischen Zukunft Gottes mit all ihren Mitmensche in einer Reihe stehen.

 


 

 

Hauptseite

Studienlehrgang über Träume und Traumdeutung

Beste Bücher online einkaufen

Beste Internetadressen   Multimedia   Kunst   Zukunftsdeutung & Astrologie   Esoterik & New Age   Traumdeutung

Magie & Märchen & Mystik   Grenzwissenschaften   Hexenwesen   Dunkles im Netz   Parapsychologie & Okkultismus etc.

         Religion & Spiritualität   Alte Kulturen   UFO`s & Phänomene   Meditation, Licht, Fortleben

Heilmethoden, -therapien, Wellness   Aus-, Weiterbildung & Organisationen

Esoterisch-spirituelle Lexika   Lexikon der Parapsychologie   Lexikon der Esoterik