eso-shopping Partnerprogramm
 
Web sphinx-suche.de
Moviestreaming, filmdownloads etc..  Bücher
Religionen
A-Ani   Ant-Az   B-Bo  Br-C   D-Ep  Er-Fe   Fr-Gl   Gn-Gz   H-He   He-Hz   IJ   K
 L-Men  Mes-N   OPQ   R  S-Schu   Schu-Sz  Ta-Ti   To-Tz   U-Z
 

Theologie und Philosophie

Aufgrund des in der christl. Th. entfalteten Reflexionsniveaus ihres Gottes- und Menschenbegriffs nimmt die jüd.-christl. Religion aus philos. Sicht in der Geschichte des rel. Bewusstseins der Menschheit eine ausgezeichnete Stelle ein. Der Stand der christl.-theol. Reflexion über die Wahrheit von Welt und menschlicher Existenz erscheint von der Ph. her als zugleich historisch und systematisch nicht hinterschreitbar. Aus philos. Sicht handelt es sich dabei um eine Sinndeutung, deren Ph. selbst nicht fähig ist, die aber zugleich auch nicht im Widerspruch zur Struktur der endlichen Vernunft und zu Einsichten theor. und praktischer Ph. steht.
Einschlägige Konfliktzone zwischen christl. systemat. Th. und Ph. ist das grundsätzliche Verhältnis von 'Glauben (III) und Wissen, ‚Offenbarung (V) und Vernunft, namentlich der in manchen Verhältnisbestimmungen sich äussernde absolute Wahrheitsanspruch nicht nur des Glaubens, sondern auch der den Glauben reflektierenden Th. Im Verlaufe dieser Konfliktgeschichte wurden Glaube und Wissen a) entweder von seiten der Religion (Tertullian, M. Luther, S. Kierkegaard) oder der philos. Religionskritik (L. Feuerbach, K. Marx, F. Nietzsche, S. Freud) als Widersprüche gekennzeichnet und ein Bereich dem Anspruch des anderen unterworfen, b) von seiten der Religion (Augustinus: „Credo ut intelligam", Anselm v. Canterbury: „fides quaerens intellectum", in gewisser Hinsicht auch Hegel) oder der Ph. (I. Kant: Religion innerhalb der Grenzen der blossen Vernunft, K. Jaspers: der „philos. Glaube") in eine Einheit aufgelöst, c) als unvermittelbare Wahrheitsbereiche einander dichotomisch gegenübergestellt (Neopositivismus) und d) als verschiedene, aufeinander bezogene Sinn-ebenen gedeutet und zu vermitteln versucht ( Thomas v. Aquin: „gratis supponit naturam"; K. Rahner: Hörer des Wortes; M. Blonde!: Immanenzapologetik).
Ein Verhältnis wechselseitiger Anerkennung und dialogisch-krit. Partnerschaft zwischen Glauben und Wissen lässt sich insofern denken, als sowohl die philos. als auch die wiss. Vernunft ihres eigenen Ursprunges nicht mächtig ist, beide sich und mithin auch der Welt keinen letzten Sinn geben können. Ihr ehedem absolutes Pathos ist gleichermassen in Sinn-Erosionsprozessen zugrunde gegangen. Während der Funktionsverlust der Wissenschaften als sinngebende Instanzen erst in der Gegenwart voll bewusst geworden ist, wurde das mit Ph. verbundene Pathos argumentativ schon durch die Vernunftkritik Kants und durch die Hegel-Kritik des späten Schelling wirksam in Frage gestellt. Die Selbstkritik der solchermassen depotenzierten Vernunft erwies ihre eigene Faktizität und Endlichkeit und liess eben dadurch die auf Erfüllung und Vollendung angelegte Vernunftstruktur, d. h. ihre aus eigener Mächtigkeit nicht realisierbare Hoffnungsstruktur, hervortreten und erkennbar werden. Innerhalb dieser Verweisungsstruktur der Hoffnung hat der christl. Offenbarungsglaube, der nicht selbst ein wiss. oder philos. Wissen mit nur anderen Evidenzgründen sein will, seinen Ort als ein zur existentiellen Entscheidung herausforderndes Sinnangebot an den durch Vernunft bestimmten konkret existierenden Menschen. Als solches Sinnangebot muss der Glaube den negativen Kriterien der Vernunft genügen: Er kann Vernunft und ihre Kriterien, ihr empirisches und strukturelles Reflexionswissen, nur in sich einbeziehen und gegebenenfalls überhöhen, nicht jedoch unterbieten. Vernunft fordert mithin nicht ein sacrificium des Glaubens, sondern seine schöpferische Fähigkeit, das Wort Gottes in der Perspektive auf das Ganze des menschlichen Lebens und die Geschichte der Welt hin so auszulegen, dass es Ph. und Wissenschaft als eigenständige, dem Menschen primär zugängliche Gebiete mit einbezieht. Umgekehrt sind Ph. und Wissenschaften aufgefordert, von ihrem absolutistischen Selbstverständnis angesichts ihrer eigenen Grenzen abzurücken und diese Grenzen kriteriell, methodologisch und inhaltlich exakt auszuarbeiten. Aus der Sicht des Glaubens erwiese sich das Verhältnis von Vernunft und Glaube so als das von geschaffener und erlöster Vernunft, als Verhältnis von Fundament und universaler Versöhnung; von der Seite der Vernunft als Verhältnis von Sinnursprung und möglicher Sinnerfüllung. Die je gesch., nicht definitiv-endgültige Verhältnisbestimmung von Ph. und Th. erfordert einen beständigen schöpferischen Dialog.
 


 

 

Hauptseite

Studienlehrgang über Träume und Traumdeutung

Beste Bücher online einkaufen

Beste Internetadressen   Multimedia   Kunst   Zukunftsdeutung & Astrologie   Esoterik & New Age   Traumdeutung

Magie & Märchen & Mystik   Grenzwissenschaften   Hexenwesen   Dunkles im Netz   Parapsychologie & Okkultismus etc.

         Religion & Spiritualität   Alte Kulturen   UFO`s & Phänomene   Meditation, Licht, Fortleben

Heilmethoden, -therapien, Wellness   Aus-, Weiterbildung & Organisationen

Esoterisch-spirituelle Lexika   Lexikon der Parapsychologie   Lexikon der Esoterik