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Tannaiten

Tannaiten, von aram. tannd, „Tradent, Lehrer", bezeichnet allg. Rezitatoren und Memorierer der Mischna, besonders die palästinensischen Schriftgelehrten von ca. 30 v. Chr. bis 200 n. Chr., genauer die ca. 5 Generationen von Rabbinen von Hillel I. (z. Z. Herodes' I.) über Gamaliel bis zu Jehuda ha Nasi (175-217). Bestimmend waren die Auseinandersetzung der Juden mit Rom, später auch die Abgrenzung vom jungen Christentum. Nach der Zerstörung Jerusalems (70 n. Chr.) verlagert Johanan ben Zakkai das religiöse Zentrum nach Jabne. Sorge um Ritus und Liturgie und um die Geltung des traditionellen Religionsgesetzes führt zur Gründung einer Schriftgelehrtenschule („Synode“) und eines religiösen Gerichtshofes. Hier kommt es zur Festschreibung der hebräischen Bibel und zur Sammlung und Herausarbeitung der pharisäischen Halakha, bis Jehuda ha-Nasi den Hauptstrom der Überlieferung sondiert und das Religionsgesetz zur Mischna kodifiziert und redigiert. Daneben entstehen Sammlungen der Tosefta, Baraita und tannaitischer Midraschim. Fernwirkung auf die babylonische Diaspora in der Auseinandersetzung mit dem Zoroastrismus. Nachfolger sind die Amoräer.
 


 

 

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